OP bei Kreuz­band­riss?

tz - - BUNT GEMISCHT - An­nA-MA­riA K., Mün­chen Dr. Ger­rit hoh­MAnn Knie­spe­ziA­list or­tho­pä­Die AM GA­s­teiG

Wann soll­te ei­ne Ope­ra­ti­on beim Kreuz­band­riss er­fol­gen? Wann kann man sie um­ge­hen?

Die­se Fra­ge kann man lei­der nicht pau­schal be­ant­wor­ten, da sie sehr stark von in­trin­si­schen Fak­to­ren wie z.B. Zie­len, Ak­ti­vi­tä­ten, sub­jek­ti­vem Lei­dens­druck usw. ab­hängt. All­ge­mein kann man fest­hal­ten, dass nicht je­der Kreuz­band­riss ope­riert wer­den muss. So le­ben man­che Men­schen jah­re­lang oh­ne ein vor­de­res Kreuz­band sehr gut. Ins­be­son­de­re bei äl­te­ren Pa­ti­en­ten rät man dann auch von ei­ner OP ab. Sie le­ben teil­wei­se ganz gut da­mit. An­de­re wie­der­um ha­ben stän­dig ein in­sta­bi­les Ge­fühl im Knie­ge­lenk und kla­gen über „Gi- ving ways“. Bei die­sen wür­de man zu ei­ner Ope­ra­ti­on ra­ten. Auch Sport­lern wird drin­gend ei­ne Ope­ra­ti­on emp­foh­len, um die nö­ti­ge Sta­bi­li­tät für die sport­li­che Be­tä­ti­gung wie­der­zu­er­lan­gen. An­sons­ten droht die Ge­fahr, dass beim Weg­dre­hen des Knies so viel Halt fehlt, dass es noch zu deut­lich grö­ße­ren Schä­den an Me­nis­kus und Knor­pel kom­men kann. Ei­ne kri­ti­sche Analyse der sub­jek­ti­ven Si­tua­ti­on soll­te mit ei­nem Arzt in je­dem Fal­le vor­ge­nom­men wer­den, be­vor es zu ei­ner Ope­ra­ti­on kommt.

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