Po­pu­lis­mus

tz - - BUNT GEMISCHT - Ne i., Mün­chen chris­tiA-

Po­pu­lis­ti­sche Par­tei­en und Po­li­ti­ker sind ge­ra­de in al­ler Mun­de, aber was be­deu­tet das Wort Po­pu­lis­mus ei­gent­lich ge­nau? Der Be­griff Po­pu­lis­mus stammt aus dem Latei­ni­schen, das Wort po­pu­lus be­deu­tet Volk. Und ge­nau dar­um geht es beim Po­pu­lis­mus: die Gunst des Vol­kes, al­so der Mas­se zu ge­win­nen. Laut Du­den ge­schieht das „durch Dra­ma­ti­sie­rung der po­li­ti­schen La­ge“: Po­pu­lis­ten ge­ben ein­fa­che Ant­wor­ten auf schwie­ri­ge Fra­gen. Sie mo­bi­li­sie­ren vor al­lem bil­dungs­fer­ne, un­po­li­ti­sche Tei­le der Be­völ­ke­rung, in­dem sie et- wa der an­geb­lich kor­rup­ten Eli­te die mo­ra­li­sche Über­le­gen­heit des brei­ten Vol­kes ent­ge­gen­hal­ten. Po­pu­lis­mus kann ei­ne Be­dro­hung für die De­mo­kra­tie dar­stel­len, er kann aber auch als ei­ne Art Grad­mes­ser für ver­nach­läs­sig­te Pro­ble­me in der Be­völ­ke­rung an­ge­se­hen wer­den. Denn je grö­ßer die Un­zu­frie­den­heit der Men­schen, des­to er­folg­rei­cher sind po­pu­lis­ti­sche Pa­ro­len. Das machen sich aktuell so­wohl Links- als auch Rechts­po­pu­lis­ten auf der gan­zen Welt zu­nut­ze. So rech­net zum Bei­spiel auch in Deutsch­land die Af D da­mit, 2017 in den Bun­des­tag ein­zu­zie­hen.

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