90 Mi­nu­ten

tz - - SPORT - JO­SÉ CAR­LOS MENZEL LÓPEZ, ALE­JAN­DRO MENZEL LÓPEZ

Dem Him­mel sei Dank! Ei­ne laa­an­ge Wo­che vol­ler Län­der­spielLan­ge­wei­le ist vor­bei. Zeit wird’s, dass wie­der ech­ter und span­nen­der Fuß­ball ge­spielt wird. Sams­tag zum Bei­spiel. Die Bun­des­li­ga kehrt zu­rück und mit ihr der Gip­fel schlecht­hin. Die Bay­ern zu Gast beim BVB, der Ger­man Clá­si­co oder wie Tho­mas Mül­ler sagt: „Das schöns­te Spiel, das es in der Bun­des­li­ga gibt.“So weit, so gut. Stellt sich nur die Fra­ge: Sind die Ro­ten und die Schwarz-Gel­ben nach der kräf­te­zeh­ren­den Län­der­spiel­pau­se al­le auf Be­triebs­tem­pe­ra­tur? Oder muss­ten die Na­tio­nal­ki­cker ei­ner Mann­schaft we­ni­ger ren­nen und schwit­zen als die der Kon­kur­renz? Die tz macht den Be­las­tungs­check vor dem Gi­gan­ten­gip­fel!

„Von der Spiel­zeit war al­les okay“, mein­te Mül­ler im An­schluss an die Par­tie im Gi­u­sep­pe Meaz­za. „Wir ha­ben ge­nü­gend Pau­sen be­kom­men, dem­ent­spre­chend ist für bei­de Ver­ei­ne al­les im grü­nen Be­reich.“Er hat recht. Nicht nur, dass Bay­ern und Dort­mun­der in et­wa die­sel­be An­zahl an Na­tio­nal­spie­lern ab­ge­stellt ha­ben (BVB zwölf, FCB elf), auch die Ein­satz­zeit nimmt sich nicht viel. Die Münch­ner ka­men sum­ma sum­ma­rum auf 1039 Mi­nu­ten, die Dort­mun­der auf gut hun­dert we­ni­ger: 970. Hält man sich al­so ein­mal nicht an Tho­mas Mül­ler und schenkt der all­seits be­lieb­ten Sta­tis­tik Glau­ben, liegt der Vor­teil in die­sem Fall bei der Bo­rus­sia. In­ner­halb der ver­gan­ge­nen fünf Jah­re kam es näm­lich zu zwei Li­ga­k­las­si­kern nach der No­vem­ber-Län­der­spiel­pau­se: ein­mal 2011 (1:0 für den BVB), das an­de­re Mal 2013 (3:0 für den FCB). Doch es ge­wann im­mer die Mann­schaft, von der beim vor­her­ge­hen- den Län­der­spiel am we­nigs­ten Spie­ler bei Löw zum Ein­satz ka­men. In Mai­land wa­ren es drei Bay­ern und le­dig­lich zwei Dort­mun­der: Göt­ze und Weigl. Vor­teil Schwarz-Gelb! Auch die Ver­let­zung von Kings­ley Co­man und der frag­wür­di­ge Zu­stand von Ar­turo Vi­dal, der Ober­schen­kel­pro­ble­men zum Trotz ge­gen Uru­gu­ay (3:1) von Be­ginn an auf­lief, spielt den Schwarz­gel­ben in die Kar­ten. Wie es um den Chi­le­nen steht? „Bes­ser, wir las­sen es“, mein­te Vi­dal nach dem Spiel auf die Fra­ge nach sei­nem Ge­sund­heits­zu­stand. Aus­sa­gen, die Karl-Heinz Rum­me­nig­ge be­son­ders freu­en dürf­ten. Nur zu gut, dass sein Ver­hält­nis zu BVB-Boss Hans- Joa­chim Watz­ke aktuell be­son­ders in­takt zu sein scheint. In der Sport Bild ga­ben bei­de – sich tief in die Au­gen bli­cken­des Fo­to in­klu­si­ve – ein Dop­pel-In­ter­view, bei dem die bei­den Erz­ri­va­len das Kriegs­beil ein für al­le Mal be­gra­ben ha­ben. Watz­ke: „Wir ha­ben ei­ne zu gro­ße Ver­ant­wor­tung für den deut­schen Fuß­ball, als dass wir uns per­ma­nent auch au­ßer­halb des Ra­sens be­kämp­fen soll­ten.“Und Rum­me­nig­ge: „So wie Hans-Joa­chim Watz­ke und ich das der­zeit hand­ha­ben, ist es für den deut­schen Fuß­ball frucht­bar und gut.“Bleibt nur zu hof­fen, dass es auf dem Feld et­was rup­pi­ger zu­geht. Zwei Ta­ge noch, dann gibt’s wie­der rich­ti­gen Fuß­ball.

Fo­tos: AFP (2), Im­a­go, Ul­mer

Wur­de auf das Du­ell ge­gen sei­ne al­te Lie­be an­ge­spro­chen, will sich aber nicht da­zu äu­ßern: Mats Hum­mels. Im Kreis: Ju­li­an Weigl im Du­ell mit Gagli­ar­di­ni

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