Kon­ter von In­fan­ti­no

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FI­FA-Prb“ident Gi­an­ni In­fan­ti­no hat die Idee von Karl-Heinz Rum­me­nig­ge zu­rück­ge­wie­sen, bei Welt­meis­ter­schaf­ten ei­ne Vor-Qua­liika­ti­on für „klei­ne“Fuß­ball-Na­tio­nen ein­zu­füh­ren. „Ich bin ein Fan des Fuß­balls all­ge­mein. Im Fuß­ball – und das ist ja auch sei­ne Ma­gie – ge­hö­ren so­wohl die Klei­nen als auch die Gro­ßen da­zu“, sag­te In­fan­ti­no am Ran­de des Län­der­spiels der DFB-Elf ge­gen Ita­li­en in Mai­land (0:0). Rum­me­nig­ges An­sin­nen, den Ter­min­ka­len­der so zu ent­zer­ren und die aus sei­ner Sicht arg stra­pa­zier­ten Stars zu ent­las­ten, er­teil­te In­fan­ti­no mit ei­ner kühl hin­ter­her­ge­scho­be­nen Spit­ze eben­falls ei­ne Ab­sa­ge. Der Ka­len­der sei im ver­gan­ge­nen Jahr von al­len Par­tei­en ab­ge­seg­net wor­den, sag­te er, „al­le wa­ren ein­ver­stan­den“– al­so auch die von Rum­me­nig­ge über die ECA ver­tre­te­nen Klubs. Es sei gut, dass al­le ih­re Mei­nung sa­gen kön­nen, er­gänz­te In­fan­ti­no di­plo­ma­tisch: „Ich ha­be da kein Pro­blem mit, im Ge­gen­teil. Am Schluss muss man se­hen, was das bes­te Sys­tem ist, um al­le ein­zu­be­zie­hen.“Ein Gleich­ge­wicht zwi­schen Ver­ei­nen und Ver­bän­den her­zu­stel­len sei aber nicht ein­fach. Das ak­tu­el­le Sys­tem, gab der 46-Jäh­ri­ge zu, sei „nicht ide­al. Al­le sind nicht ganz glück­lich. Aber das heißt auch, dass es gar nicht so schlecht ist“. Rum­me­nig­ge hat­te die Vor-Qua­li ins Ge­spräch ge­bracht und sich über die ge­wach­se­ne Zahl an Län­der­spie­len echau­fiert. „Der Fuß­ball wird da­bei ein Stück ver­ges­sen und vor al­lem wird da­bei die Ge­sund­heit der Spie­ler ver­nach­läs­sigt“, sag­te er. Und, in Rich­tung ei­nes Fuß­ball-Zwer­ges wie San Ma­ri­no, ge­gen den die DFB-Elf ver­gan­ge­ne Wo­che ran muss­te (8:0): „Als ich Fuß­ball ge­spielt ha­be, durf­ten die­se Na­tio­nen gar kei­ne Län­der­spie­le aus­tra­gen.“Das sieht Hans-Joa­chim Watz­ke ge­nau­so. Der DFB wol­le Geld ver­die­nen, „das spie­gelt sich dann auch in der Län­der­spiel-Be­las­tung wi­der“, sag­te der Ge­schäfts­füh­rer von Bo­rus­sia Dort­mund der Sport Bild und wit­zel­te: „Wenn Deutsch­land ge­gen San Ma­ri­no spielt, le­ge ich mich mit­tags schon ei­ne St­un­de hin, da­mit ich nicht in der 20. Mi­nu­te ein­schla­fe.“Rum­me­nig­ges Lö­sung: Ei­ne Vor-Qua­li für die „klei­nen“Teams. Die ge­be es schließ­lich auch in der Cham­pi­ons Le­ague, sag­te er. Dort sei­en die Klubs den Ver­bän­den so­gar ent­ge­gen­ge­kom­men, als sie vor Jah­ren die Zwi­schen­run­de ab­ge­schafft hat­ten.

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