0:4 ge­gen Cos­ta Ri­ca – his­to­ri­sche US-Plei­te in der WM-Qua­li

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Die Sports Il­lus­tra­ted kann­te kei­ne Gna­de mit dem neu­en deut­schen Eh­ren­spiel­füh­rer. „Für Jür­gen Klins­mann ist es Zeit zu ge­hen“, ti­tel­te das Sport­ma­ga­zin nach der his­to­ri­schen Plei­te der US-Fuß­bal­ler in Cos­ta Ri­ca. Das 0:4 (0:1) in der WM-Qua­li­fi­ka­ti­on könn­te tat­säch­lich das Aus für den Na­tio­nal­trai­ner be­deu­ten. Auf ein Treu­e­be- Mit sei­nen Na­tio­nal­mann­schafts­kol­le­gen im Rü­cken stand Lio­nel Mes­si nach dem WM-Qua­li-Sieg ge­gen Ko­lum­bi­en vor den Me­di­en. Der 29-Jäh­ri­ge er­klär­te, dass sein Team nicht mehr mit Jour­na­lis­ten spre­chen wer­de. Hin­ter­grund ist der Är­ger über Mel­dun­gen zu Stür­mer Eze­quiel La­vez­zi. Dem Team blei­be „nichts an­de­res üb­rig“, ver­kün­de­te Mes­si die Ent­schei­dung nach dem 3:0 am Di­ens­tag. „Wir er­hal­ten vie­le An­schul­di­gun­gen, viel Re­spekt­lo­sig­keit, aber das über­trifft al­les“, sag­te der 29-Jäh­ri­ge. Am Mon­tag hat­te ein ar­gen­ti­ni­scher Ra­dio­jour­na­list in so­zia­len Me­di­en be­haup­tet, dass La­vez­zi der­zeit nicht spie­len dür­fe, weil er ei­nen Jo­int in der Mann­schafts­un­ter­kunft ge­raucht ha­be. „Die An­schul­di­gung, die ge­gen Pocho ge­macht wur­de, ist sehr schlimm, denn wenn wir nichts da­zu sa­gen, wer­den kennt­nis vom Ver­band­sboss war­te­te der Schwa­be je­den­falls ver­ge­bens. Was Su­nil Gu­la­ti von sich gab, klang eher nach Ab­schied. „Wir wer­den dar­über nach­den­ken, was pas­siert ist, und mit Jür­gen über die Si­tua­ti­on spre­chen“, sag­te der Prä­si­dent von US Soc­cer: „Ganz of­fen­sicht­lich war es kein gu­ter Start in die Qua­li­fi­ka­ti­on. Und wenn man die ers­ten bei­den Spie­le ver­liert, macht man sich na­tür­lich auch Sor­gen.“Die Sor­gen Gu­la­tis um die Teil­nah­me an der End­run­de 2018 in Russ­land sind be­grün­det. Schließ­lich ha­ben die US-Boys, die am Frei­tag be­reits ge­gen Me­xi­ko un­ter­la­gen (1:2), noch nie die ers­ten bei­den Par­ti­en ei­ner WMQua­li­fi­ka­ti­on ver­lo­ren. „Dies­mal kann sich Klins­mann nicht raus­re­den“, schrieb USA To­day: „Es könn­te ihn sei­nen Job kos­ten.“Der 52-Jäh­ri­ge scheint selbst das Schlimms­te zu be­fürch­ten. „Das ist si­cher die Nie­der­la­ge, die mich in mei­nen fünf Jah­ren im Amt am meis­ten schmerzt.“ die Leu­te be­haup­ten, dass es so ist, und wir zie­hen es vor, dem ein für al­le Mal ein En­de zu set­zen“, sag­te Mes­si. Auf Twit­ter kün­dig­te La­vez­zi an, recht­li­che Schrit­te ge­gen den Ra­dio­mann we­gen des­sen „fal­schen Aus­sa­gen“ein­zu­lei­ten. Die­se hät­ten „gro­ßen Scha­den bei mei­ner Fa­mi­lie und in mei­ner Ar­beit ver­ur­sacht“.

Mit 19 Punk­ten ste­hen Mes­si und sei­ne Kol­le­gen der­zeit auf Platz fünf der süd­ame­ri­ka­ni­schen WMQua­li­fi­ka­ti­on. Die ers­ten vier Mann­schaf­ten qua­li­fi­zie­ren sich für die Welt­meis­ter­schaft.

Fo­to: Reu­ters

Null Punk­te, null Ver­trau­en? Jür­gen Klins­mann ist in den USA stark an­ge­zählt

Fo­to: fkn

Mes­si und sei­ne Kol­le­gen re­den künf­tig nicht mehr mit der Pres­se

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