Wa­re nicht be­stellt

tz - - MENSCHEN - MA­RI­AN­NE G. (64), MÜN­CHEN

Ich ha­be bei ei­ner Fir­ma ein­mal Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel be­stellt. Nach die­ser ein­ma­li­gen Be­stel­lung aber be­kam ich im­mer wei­ter sol­che Wa­ren. Was muss ich tun? Ich bin mir si­cher, nur ei­ne ein­ma­li­ge Be­stel­lung auf­ge­ge­ben zu ha­ben.

Un­be­stell­te Wa­ren muss der Ver­brau­cher we­der zu­rück­sen­den noch be­zah­len, noch hat er die Pflicht, auf die Wa­ren auf­zu­pas­sen, sagt ei­ne Mit­ar­bei­te­rin der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern. „Al­ler­dings soll­te die Le­se­rin über­prü­fen, ob sie nicht doch ein Abo ab­ge­schlos­sen hat. Hier­zu wä­re es emp­feh­lens­wert, die Un­ter­la­gen ei­nem Ju­ris­ten oder ei­nem Fach­mann bei der Ver­brau­cher­zen­tra­le zu zei­gen. Die Le­se­rin könn­te zu­dem der ver­sen­den­den Fir­ma schrei­ben, dass es ei­ne ein­ma­li­ge Be­stel­lung war und dass sie un­be­stell­te Wa­ren we­der be­zah­len noch zu­rück­sen­den wer­de.“Von den Rech­nun­gen oder auch Mah­nun­gen soll­ten sich Ver­brau­cher im Fall von un­be­stellt zu­ge­sen­de­ten Wa­ren nicht be­ein­dru­cken las­sen, ra­ten die Ver­brau­cher­schüt­zer. Denn wenn bei un­be­stellt zu­ge­sand­ten Wa­ren auf der ei­nen Sei­te ein Un­ter­neh­men und auf der an­de­ren Sei­te ein Ver­brau­cher steht, schützt das Ge­setz den Ver­brau­cher (§ 241 a BGB). Nach dem Ge­setz kommt kein Ver­trag zu­stan­de – auch nicht, wenn der Ver­brau­cher sich nicht mel­det und die Wa­ren ver­braucht oder so­gar weg­wirft. Das Un­ter­neh­men hat dann kei­ne Scha­dens­er­satz­an­sprü­che.

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