Vi­cky be­reit für ihr Come­back!

„Die Trai­nings­ta­ge wa­ren gut, das Knie hält“

tz - - SPORT - MA­THI­AS MÜL­LER MA­THI­AS MÜL­LER

Am 4. Ok­to­ber, ih­rem 27. Ge­burts­tag, lief Vik­to­ria Re­bens­burg we­gen ei­nes schlim­men Trai­nings­stur­zes noch auf Krü­cken. In zehn Ta­gen will die Kreu­the­rin in Kil­ling­ton (USA) wie­der im Wel­t­up fah­ren. Der er­lit­te­ne Schien­bein­kopf­bruch am rech­ten Knie ist aus­ku­riert, sagt sie. „Es läuft nach Plan, die letz­ten Trai­nings­ta­ge wa­ren gut, das Knie hält. Wenn es so wei­ter­geht, flie­ge ich am Di­ens­tag in die USA“, er­klär­te Re­bens­burg der tz.

In den ver­gan­ge­nen Ta­gen hol­te sich die Rie­sen­sla­lomOlym­pia­sie­ge­rin das nö­ti­ge Schnee­ge­fühl in May­r­ho­fen, im nord­öst­li­chen US-Bun­des­staat Ver­mont will sie dann in ih­rer Lieb­lings­dis­zi­plin erst- mals in die­sem Win­ter an den Start ge­hen. „Die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung fällt aber erst ein, zwei Ta­ge vor dem Ren­nen“, so Re­bens­burg. Ri­si­ko wird sie da­bei si­cher kei­nes ein­ge­hen, das High­light der Sai­son, die Welt­meis­ter­schaft, fin­det schließ­lich erst im Fe­bru­ar in St. Mo­ritz (6. bis 19.) statt.

Für den Deut­schen Ski­ver­band (DSV) und Da­men-Trai­ner Mar­kus An­wan­der ist sie ei­ne Art Le­bens­ver­si­che­rung. Auch wenn Le­na Dürr & Co. beim ers­ten Sai­son-Sla­lom in Le­vi zu­letzt auf­stei­gen­de Ten­denz zeig­ten, ist Re­bens­burg der­zeit die ein­zi­ge deut­sche Kan­di­da­tin für ei­ne WM-Me­dail­le. Auch den Ge­samt­sieg im Rie­sen­sla­lom dürf­te sie

Seit sei­ner Teil­nah­me bei Das Su­per­ta­lent vor drei Jah­ren ist Kai Haa­se deutsch­land­weit be­kannt – als Mo­to­cross-Free­style-Pro­fi. Beim ADAC Su­per­cross heu­te und am Sams­tag in der Olym­pia­hal­le springt der 25-Jäh­ri­ge nicht, son­dern fährt am Bo­den als Su­per­cros­ser. Wie vie­le sei­ner Free­style-Kol­le­gen kommt auch Haa­se vom Mo­to­cross, 2006 wur­de er Sechs­ter der deut­schen 85er-Meis­ter­schaft. Als Drei­jäh­ri­ger ha­be er zu den Mo­to­cros­sern auf­ge­schaut, er­klärt er der tz, „jetzt le­be ich mei­nen Traum“.

Dass die­ser Traum mit Schmer­zen ver­bun­den ist, muss­te der Ber­li­ner ver­gan­ge­nes Wo­chen­en­de in Stutt­gart er­fah­ren. „Ich bin drei­mal in den glei­chen Stroh­bal­len ge­sprun­gen. Ein­mal ist mir ein trotz ih­res Aus­falls von Söl­den noch nicht ganz auf­ge­ge­ben ha­ben. Wäh­rend sich Re­bens­burg ih­ren 100 Pro­zent Leis­tungs­fä­hig­keit nä­hert, ist die Rück­kehr von An­na Veith wei­ter of­fen, auch Lind­sey Vonn (Arm­bruch) fehlt in Kil­ling­ton.

Ne­ben den vie­len Ver­let­zun­gen be­stimmt im Mo­ment vor al­len Din­gen das Wet­ter den Welt­cup­zir­kus. Die ge­plan­ten Speed­ren­nen (Ab­fahrt und Su­per-G) der Män­ner in La­ke Loui­se (26. und 27. No­vem­ber) sind we­gen Schnee­man­gels be­reits ab­ge­sagt. Soll­ten auch die Ren­nen in Bea­ver Creek (2. bis 4. De­zem­ber) ab­ge­sagt wer­den müs­sen, könn­te Val Kon­kur­rent in der Luft in die Que­re ge­kom­men, da hat es ziem­lich ge­kracht in der Bir­ne.“Auf die Bles­su­ren wür­de Haa­se ger­ne ver­zich­ten, sei­nen Wech­sel be­reut er nicht. „Ei­ni­ge be­lä­cheln uns Free­sty­ler, weil wir ja ,nur‘ drei Sprün­ge am Abend ma­chen, aber ich kann jetzt sa­gen, man ist nach bei­den d’Isè­re die drei Ren­nen durch­füh­ren. Auch die in Cop­per Moun­tain ge­plant ge­we­se­nen FIS-Ren­nen (15. bis 20. No­vem­ber) sind ge­stri­chen wor­den. Das Wet­ter­cha­os führt da­zu, dass sich der­zeit die Fah­re­rin­nen und

Dis­zi­pli­nen ziem­lich am En­de.“Beim Mo­to­cross ist die kör­per­li­che Be­las­tung grö­ßer, da­für ha­ben die Free­sty­ler ei­ne hö­he­re men­ta­le Her­aus­for­de­rung.

Haa­se: „Beim Free­style muss das Mo­tor­rad zu 1000 Pro­zent pas­sen. Wenn ich als Fah­rer ei­nen Feh­ler ma­che, bin ich selbst schuld. Fah­rer vie­ler Na­tio­nen in Co­lo­ra­do tum­meln, um sich auf die Ren­nen vor­zu­be­rei­ten. Auf die­se Kol­le­gin­nen wird Re­bens­burg dann in Kil­ling­ton tref­fen – die FIS gab ges­tern Abend nach der of­fi­zi­el­len Schnee­kon­trol­le im­mer­hin grü­nes Licht für die­ses Ren­nen. Beim Mo­to­cross fliegt man nicht so hoch, da­für kann ich nicht kon­trol­lie­ren, was die Kon­kur­renz macht.“Dass der aus­ge­bil­de­te Zwei­rad-Mecha­ni­ker sein Hand­wer­ker auch am Bo­den ver­steht, be­weist sein Halb­fi­nal­ein­zug in Stutt­gart. Die größ­te Schwie­rig­keit, an der Haa­se noch ar­bei­tet, sind die eng auf­ein­an­der­fol­gen­den Sprün­ge. „Beim Free­style ha­be ich ei­ne Ram­pe, die ist im­mer gleich, jetzt muss ich die rich­ti­gen Spur­ril­len fin­den“, so Haa­se. Es wä­re ihm zu wün­schen, dann lebt sich der Traum auch ein we­nig schmerz­frei­er. Wer Haa­se & Co. be­wun­dern will, für Frei­tag sind ab 17 Uhr an der Abend­kas­se noch Kar­ten (25 bis 43 Eu­ro) er­hält­lich.

Fo­to: ADAC Fo­tos: Im­a­go, fkn

Ra­sant durch die Olym­pia­hal­le: Kai Haa­se will beim ADAC Su­per­cross sei­nen Spaß ha­ben Kai Haa­se ist be­reit, auch in der OlyHal­le wird ge­wer­kelt

Fo­tos: fkn

Vik­to­ria Re­bens­burg ist be­reit für die Ren­nen in den USA und Ka­na­da

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