Hil­la­ry Cl­in­ton: Gebt nie­mals auf!

tz - - ERSTE SEITE -

Ge­zeich­net und er­schöpft, aber kämp­fe­risch – Hil­la­ry Cl­in­ton hat bei ih­rem ers­ten öf­fent­li­chen Auf­tritt seit dem Ein­räu­men ih­rer Wahl­nie­der­la­ge Ein­blick in ihr See­len­le­ben ge­ge­ben: In den ers­ten Ta­gen nach ih­rer für die meis­ten völ­lig un­er­war­te­ten Nie­der­la­ge woll­te die ge­schei­ter­te Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tin vor al­lem Zeit für sich. „Es gab in die­ser Wo­che ei­ni­ge Mo­men­te, in de­nen ich mich ein­fach nur mit ei­nem gu­ten Buch oder un­se­ren Hun­den zu­rück­zie­hen und das Haus nie­mals mehr ver­las­sen woll­te“, be­kann­te die 69-Jäh­ri­ge. Sie sei stär­ker ent­täuscht, „als ich es je­mals aus­drü­cken könn­te“. Es sei nicht leicht für sie, wie­der öf­fent­lich auf­zu­tre­ten.

Auf mög­li­che Grün­de für ih­re Nie­der­la­ge ging sie in­des nicht ein, auch den be­gin­nen­den Rich­tungs- streit bei den US-De­mo­kra­ten er­wähn­te sie nicht. Statt­des­sen rich­te­te Cl­in­ton viel­mehr den Blick nach vor­ne. Im Wahl­kampf „ging es um das Land, das wir lie­ben, und dar­um, ein Ame­ri­ka auf­zu­bau­en, das hoff­nungs­voll, of­fen und groß­her­zig ist“. Die Grä­ben zwi­schen den La­gern sei­en jetzt zwar tief. „Wir ha­ben ei­ni­ges zu tun. Aber Ame­ri­ka ist es wert. Gebt nie­mals auf.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.