Mün­chen

tz - - POLITIK - ANDREA STINGLWAGNER

Die En­gerl und Christ­baum­ku­geln glit­zern um die Wet­te, die Re­ga­le sind voll und ver­füh­re­risch: Al­les ist be­reit für den An­sturm zum Weih­nachts­ge­schäft! Und es ver­spricht, sehr gut zu wer­den: Wie der Han­dels­ver­band Bay­ern (HBE) am Frei­tag mit­teil­te, rech­net der baye­ri­sche Ein­zel­han­del heu­er mit ei­nem Re­kord­um­satz von 13,7 Mil­li­ar­den Eu­ro – 2,5 Pro­zent mehr als 2015. Al­lein in Mün­chen geht man von 2,1 Mil­li­ar­den Eu­ro Weih­nachts­um­satz aus. Grund: Die gu­te La­ge am Ar­beits­markt und die Lohn­zu­wäch­se sor­gen da­für, dass die Leute viel Geld aus­ge­ben kön­nen und wol­len. Doch was sind heu­er die größ­ten Ren­ner? Das ifes-In­sti­tut in Mün­chen hat fast 10 000 Bay­ern zu ih­rem Ein­kaufs­ver­hal­ten be­fragt. Die tz zeigt al­le De­tails der gro­ßen Weih­nachts­pro­gno­se: ■ Das wird ge­kauft: An der Spit­ze der be­lieb­tes­ten Weih­nachts­ge­schen­ke steht heu­er wie­der der Gut­schein (sie­he Gra­fik). Da­nach fol­gen vor al­lem Kos­me­tik, Bü­cher, Uh­ren, Schmuck. Heu­er im No­vem­ber ist die Weih­nachts­de­ko be­son­ders ge­fragt. HBE-Prä­si­dent Ernst Läu­ger: „In Zei­ten von Ter­ror und Amok­läu­fen ha­ben die Leute be­son­ders gro­ße

Sehn­sucht nach ei­nem Fa­mi­li­en­fest wie Weih­nach­ten.“■ So viel ge­ben die Bay­ern für Ge­schen­ke aus: Im Schnitt 522,40 Eu­ro (5,5 Pro­zent mehr als 2015). Fast die Hälf­te der Be­frag­ten ge­ben mehr als 300 Eu­ro aus, nur 12,1 Pro­zent we­ni­ger als 100 Eu­ro. ■ Wann wer­den die Ge­schen­ke ge­kauft? Da sind die Män­ner we­sent­lich spä­ter dran als die Frau­en: Ab Mit­te De­zem­ber fan­gen die meis­ten Män­ner erst an, sich nach Ge­schen­ken um­zu­se­hen. 9,7 Pro­zent der Män­ner war­ten da­mit so­gar bis zum 23./24. De­zem­ber. Die meis­ten Frau­en kau­fen ab An­fang De­zem­ber ein, im­mer­hin 23,9 Pro­zent der Frau­en aber schon im Ok­to­ber und No­vem­ber. Al­le, die bis zum letz­ten Mo­ment war­ten, warnt der Han­dels­ver­band: Der 24. De­zem­ber ist heu­er ein Sams­tag, und da müs­sen die Ge­schäf­te um 14 Uhr schlie­ßen. ■ Wer wird be­schenkt? Die meis­ten Leute in Bay­ern (71,5 Pro­zent) be­schen­ken ih­ren Part­ner, auf Platz zwei fol­gen an­de­re Ver­wand­te, dann El­tern, dann erst die Kin­der oder Freun­de. Nur we­ni­ge be­schen­ken auch noch Ar­beits­kol­le­gen.

So su­chen sich die Leute ■ ih­re Ge- chen­ke aus: Die meis­ten s rich­ten sich nach Emp­feh­lun­gen von Freun­den und Be­kann­ten. Vie­le in­for­mie­ren sich erst mal über Goog­le oder ver­las­sen sich auf Tipps vom Ver­käu­fer. Die Kun­den­be­wer­tun­gen im In­ter­net (zum Bei­spiel bei Ama­zon) kom­men erst an vier­ter Stel­le. ■ Hier kau­fen sie ein: Die meis­ten Leute zieht’s zum Shop­pen in die Ein­kaufs­zen­tren der Stadt. Auf Platz zwei fol­gen die Fach­ge­schäf­te. An drit­ter Stel­le: das In­ter­net! Mitt­ler­wei­le wer­den im Weih­nachts­ge­schäft in Bay­ern schon 1,8 Mil­li­ar­den Eu­ro on­li­ne aus­ge­ge­ben. Das sind neun Pro­zent mehr als 2015! Heu­te kommt das Christ­kind eben mit dem In­ter­net … Die 9937 Be­frag­ten der ifes-Weih­nachtsUm­fra­ge in Bay­ern ga­ben an, wel­che Wa­ren sie ver­schen­ken: auf ei­ner Ska­la von 1 (über­haupt nicht ger­ne) bis 7 (sehr ger­ne).

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