Fei­ern wie frü­her in Ot­to­brunn

tz - - ESSEN & TRINKEN -

Als et­was äl­te­rer er­fah­re­ner Par­ty­gän­ger kommt die Fra­ge un­wei­ger­lich. Wo kann man noch hin­ge­hen „als Er­wach­se­ner“, der nicht un­be­dingt sei­nen Kin­dern auf der Pis­te be­geg­nen möch­te. Ab­seits der so­ge­nann­ten Ü30Par­tys, mit Män­nern mit Böm­mel­chen-Slip­pern und La­dies, die auf der Tanz­flä­che die Hand­ta­sche quer über der Schul­ter tra­gen. Oder kurz: Wo kann man „Par­ty fei­ern so wie frü­her“?

Okay, bleibt die Pa­ra­di­so Tanz­bar, oder das P1, das auch schon über 30 Jah­re alt ist, und zu sei­nen Gäs­ten ei­nen Mix von 18 bis über 60 (oder dar­über) zählt. Und sonst? Seit letz­ter Wo­che ha­ben wir die Ant­wort pa­rat, lei­der et­was Out of Mu­nich, in Ot­to­brunn, im Wolf-Fer­ra­ri-Haus. Die Bar Ba­rel­la.

Fei­ern wie frü­her, krass. Drau­ßen an der Tü­re steht, dass heu­te ge­schlos­se­ne Ge­sell­schaft sei. Rein kom­me nur, wer auf der Gäs­te­lis­te steht. Stimmt aber nicht, Bar-Chef Chris­ti­an Ei­ber will da­mit nur sei­nem Tür­ste­her vol­le Hand­lungs­frei­heit ein­räu­men. Wer erst mal drin ist, er­lebt sein buntes 60er-Jah­re-Wun­der. La­va-Lam­pen, Ball-Chairs, bun­te Bil­der, lus­ti­ge Gäs­te jeg­li­chen Al­ters, vor al­lem aber ein ab­ge­fah­re­ner Mu­sik­mix zwi­schen De­pe­che Mo­de und sonst­was, ge­würzt mit NDW-Zi­ta­ten.

Aber nicht die ab­ge­dro­sche­nen, son­dern eher die B-Sei­ten. Ih­re A-Sei­ten prä­sen­tie­ren hin­ge­gen die Bar­kee­pe­rin­nen im se­xy Out­fit. Fehlt ei­gent­lich nur, dass Ja­ne Fon­da als Bar­ba­rel­la aus ei­nem ih­rer groß­zü­gig ge­häng­ten Film­pla­ka­te steigt. Al­ter? Pah! Spaß? Un­be­dingt! Ab so­fort Frei­tag und Sams­tag ab 22.30 Uhr.

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