Pre­mie­re mit Ero­tik-Fak­tor

tz - - MENSCHEN - MZ

Heu­te hän­gen sei­ne Wer­ke in den größ­ten Mu­se­en der Welt, sind be­gehrt und un­be­zahl­bar. Doch da­mals, zu Be­ginn des 20. Jahr­hun­derts, als Egon Schie­le sei­ne nack­ten Mu­sen mal­te, über­zeich­net, oft ag­gres­siv-ero­tisch, stieß er die ge­wöhn­li­che Be­völ­ke­rung da­mit vor den Kopf. Da­zu kam sei­ne wil­de Ehe mit sei­nem lang­jäh­ri­gen Lieb­lings­mo­del, der rot­haa­ri­gen Wal­ly Neu­zil, die ihm einst sein Künst­ler­freund Klimt in Wi­en vor­stell­te.

Lei­den­schaft für die Kunst, die Lie­be zu den Frau­en, Sex und Schaf­fens­kraft – das al­les ver­eint sich im Werk und im Men­schen Egon Schie­le. Ge­nug Stoff al­so für ein Lein­wan­de­pos. Re­gis­seur Die­ter Ber­ner ver­film­te die Ge­schich­te Schie­les, be­son­ders die künst­le­risch wich­ti­gen Jah­re zwi­schen 1910 und 1918 – dann starb Schie­le Gus­tav an der Spa­ni­schen Grip­pe. Am Don­ners­tag­abend fei­er­te der Film mit dem Un­ter­ti­tel Tod und Mäd­chen – Mün­chen-Pre­mie­re im Ci­ty-Ki­no.

Mit da­bei: Die Haupt­dar­stel­ler Noah Saa­ve­dra und Va­le­rie Pach­ner, die die Münch­ner be­reits von der Büh­ne ken­nen: Sie ist En­sem­ble­mit­glied des Re­si­denz­thea­ters. Der Film läuft ab so­fort im Ki­no.

Fo­tos: Heinz Weiß­fuß

Die Gast­ge­ber: En­nio Graf Pi­la­ti mit Schwes­ter Pi­lar Prin­zes­sin zu Sal­mHorst­mar Links: Net­ti und Tho­mas Rad­mer brach­ten Hund Hel­la mit Rechts: Ja­ne Sey­bold mit Uschi Prin­zes­sin zu Ho­hen­lo­he (re.) vor Por­ta-Ro­ma­na-Leuch­ten

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