Feu­er und Flam­me

tz - - KULTUR + TV - IN­TER­VIEW: STE­FA­NIE THYS­SEN

Herz­ki- Im Zen­trum der neu­en Rei­he steht die jun­ge Ma­rie (Chris­ti­ne Ei­xen­ber­ger). Sie lebt mit ih­rem Sohn Max (Mo­ritz Re­gen­au­er), ih­rem Ver­lob­ten Ste­fan (Ste­fan Murr) und des­sen Sohn Da­ni­el (Jo­nas Hol­den­rie­der) im (fik­ti­ven) baye­ri­schen Ört­chen Wil­degg und ist dort mit Leib und See­le bei der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr. Wenn’s ir­gend­wo brennt, auch im über­tra­ge­nen Sinn, hilft sie im­mer an vor­ders­ter Front. Ge­dreht wur­den die ers­ten bei­de Fil­me un­ter an­de­rem in See­hau­sen bei Murnau.

Ei­xenErst mal war es ein to­tal ko­mi­sches Ge­fühl, als die Dreh­ar­bei­ten ab­ge­schlos­sen wa­ren. Da hat­te ich ei­nen rich­ti­gen Nost­al­gief­lash, weil es ei­ne so schö­ne Zeit mit dem ge­sam­ten Team war. Ich brauch­te da­nach rich­tig Zeit, um wie­der run­ter­zu­kom­men. Aber jetzt geht’s wie­der.

Ha­ben Sie sich die Fil­me schon an­ge­schaut?

Ei­xen­ber­ger: Den ers­ten ha­be ich ge­se­hen. Das war ir­gend­wie so, als wür­de man sich Auf­nah­men aus der Kind­heit an­schau­en. Mir ist da rich­tig das Was­ser in den Au­gen ge­stan­den. Ich bin schon stolz und froh, dass al­les so gut funk­tio­niert hat. Ich fin­de, wir ha­ben ein Pro­dukt ge­schaf­fen, das aus dem „ty­pi­schen“Herz­ki­no- Sche­ma ein bis­serl raus­geht und au­then­tisch und ehr­lich rü­ber­kommt. Da ist ganz viel Herz da­bei. Und das spürt man.

Sie ha­ben zum ers­ten Mal als Schau­spie­le­rin vor der Ka- me­ra ge­stan­den. Was war die größ­te Her­aus­for­de­rung?

Ei­xen­ber­ger: Es gab ei­gent­lich zwei Si­tua­tio­nen, vor de­nen ich mich wirk­lich ge­fürch­tet ha­be. Zum ei­nen war das die ers­te Sze­ne, bei der ich wei­nen muss­te. Ich wuss­te nicht, wie ich das ma­chen soll. Ich bin dann zu Sas­kia Ves­ter ge­gan­gen, die mei­ne Mut­ter spielt, und sie hat ge­sagt: „Es gibt da kei­nen Kniff. Ich ma­che es ein­fach so, dass ich rich­tig in die­se Emo­ti­on rein­ge­he. Stell dir vor, du bist das jetzt grad wirk­lich.“Und das hat funk­tio­niert? Ei­xen­ber­ger: Das hat tat­säch­lich und Gott sei Dank funk­ti- oniert. Ich ha­be mich da so rein­ge­stei­gert, dass die Trä­nen wirk­lich flos­sen (lacht). Was war die zwei­te Angst? Ei­xen­ber­ger: Die Bett­sze­nen mit mei­nem Film­mann Ste­fan Murr. Die wa­ren ganz gru­se­lig. Jetzt nicht we­gen dem Ste­fan na­tür­lich. Aber ich ha­be mir im Vor­feld so vie­le Ge­dan­ken ge­macht und zwei Näch­te vor­her nicht ge­schla­fen. Mir war das ein­fach to­tal fremd. Mei­ne Ret­tung war, dass un­ser Re­gis­seur, der Ed­zard On­ken, die gan­ze Sa­che to­tal tech­nisch auf­ge­zo­gen hat. Nach dem Mot­to: „Hier ziehst du bit­te dei­ne Ja­cke aus, hier die Ho­se. Dann setzt du dich mit ei­ner Arsch­ba­cke aufs Bett. Dann Schnitt. Dann beugst du dich über den Ste­fan drü­ber. Und jetzt im Bett wäl­zen, wäl­zen, wäl­zen. Und wie­der Schnitt.“So war das. Und so hat es dann auch funk­tio­niert. (lacht)

Macht Sie der Ge­dan­ke ner­vös, dass viel­leicht fünf Mil­lio­nen Men­schen Ih­re TV-Pre­mie­re an­schau­en wer­den?

Ei­xen­ber­ger: Das kann ich mir nur schwer vor­stel­len. Wenn ich Ka­ba­rett ma­che, sit­zen da so um die 100 Leute, von de­nen ich di­rekt Rück­mel­dung be­kom­me. Sich vor­zu­stel­len, dass sich am Sonn­tag Mil­lio­nen vor den Fern­se­her set­zen … Bei dem Ge­dan­ken ge­he ich jetzt schon an die De­cke. Ei­ne Freun­din von mir will ei­ne Rie­sen­par­ty or­ga­ni­sie­ren, bei der dann al­le ge­mein­sam schau­en. Ich weiß aber noch gar nicht, ob ich an die­sem Tag aus dem Haus ge­he.

Was könn­te denn schlimms­ten­falls pas­sie­ren?

Ei­xen­ber­ger: Kei­ne Ah­nung, viel­leicht be­kom­me ich ko­mi­sche Nach­rich­ten, viel­leicht geht’s auf mei­ner Face­book­Sei­te rund, ich weiß es nicht. Ich war ja bis­lang aus­schließ­lich Ka­ba­ret­tis­tin, und da be­kommt man ei­gent­lich nur net­te Post – es sei denn, man sagt in Bay­ern et­was ge­gen die CSU, dann kann es auch schon mal rund­ge­hen.

Hal­ten Sie sich ei­gent­lich den nächs­ten Som­mer schon mal frei – für den Fall, dass es mit Ma­rie im ZDF wei­ter­geht?

Ei­xen­ber­ger: Das wird sich zei­gen, so­bald die ers­te Quo­te da ist und die Fra­ge ge­klärt ist, ob wir wei­ter­ma­chen. Aber ich sag’s mal so: Im Ju­ni, Ju­li und Au­gust mach ich eh kein Ka­ba­rett, da hät­te ich schon Zeit.

Voll­gas vor­aus: Chris­ti­ne Ei­xen­ber­ger und Ste­fan Murr im Ein­satz für „Ma­rie fängt Feu­er“ Herz-

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