BVB än­dert die De­fen­siv­tak­tik

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Tho­mas Tu­chel und Pep Guar­dio­la ver­stan­den sich als Bun­des­li­ga­Trai­ner ex­zel­lent. Le­gen­där ist die Ge­schich­te vom ge­mein­sa­men Abend­es­sen, als Sal­zund Pfef­fer­streu­er als Tak­tik-Ele­men­te über den Tisch wan­der­ten. Bei­de wa­ren sich in ih­rer Phi­lo­so­phie vom Ball­be­sitz sehr ähn­lich: Ja, Tho­mas und Pep wa­ren de­fi­ni­tiv Tak­tik-Kum­pel. Mit Car­lo An­ce­lot­ti steht Tu­chel nun ein al­ter Tak­tik-Fuchs aus Ita­li­en ge­gen­über. Über das per­sön­li­che Ver­hält­nis die­ser bei­den Män­ner ist noch nicht viel be­kannt. Of­fen­sicht­lich ist aber, dass sich das Bay­ernSpiel un­ter An­ce­lot­ti deut­lich von der Pep-Phi­lo­so­phie un­ter­schei­det. Dar­um wird sich auch die Tak­tik in die­sem Su­per-Du­ell von frü­he­ren Auf­ein­an­der­tref­fen un­ter­schei­den. Wel­che tak­ti­schen Ele­men­te das sind, hat die tz ge­mein­sam mit Alex­an­der Schmal­ho­fer, dem Tak­tik­ex­per­ten des In­sti­tuts für Fuß­ball­ma­nage­ment, ana­ly­siert. Er­geb­nis: Beim BVB wird sich vor al­lem in der Grund­ord­nung der Ab­wehr et­was än­dern.

„Die Bay­ern agie­ren aus ih­rem 4-3-3-Sys­tem, der BVB zu­letzt stets aus ei­nem 4-1-4-1. Dort­mund wird so­mit wohl eben­falls mit ei­ner Vie­rer­ket­te spie­len – und nicht, wie in der Ver­gan­gen­heit, mit ei­ner Drei­er­ket­te ge­gen die Münch­ner“, er­klärt Schmal­ho­fer. Das Spiel wird sich nach Mei­nung Schmal­ho­fers aber auf an­de­ren Po­si­tio­nen ent­schei­den: „Bei­de Teams ste­hen im Spiel ge­gen den Ball im Zen­trum sehr kom­pakt, so­dass es für bei­de sehr schwer sein wird, durch das Po­si­ti­ons­spiel zu vie­len Tor­chan­cen zu kom­men.“Dar­um müs­sen die bei­den Mit­tel­feld-Zen­tra­len beim Um­schalt­spiel zu 100 Pro­zent bei der Sa­che sein – so­wohl of­fen­siv als auch de­fen­siv! „Im Mo­ment des Ball­ver­lusts wird es dar­auf an­kom­men, wer hand­lungs- schnel­ler ist, um den Ge­gen­an­griff zu un­ter­bin­den oder eben den Ge­gen­an­griff ein­zu­lei­ten. Ge­ra­de in die­sen Si­tua­tio­nen wird es auf das Ve­r­al­ten der zen­tra­len Mit­tel­feld­ak­teu­re an­kom­men“, ist sich Schmal­ho­fer si­cher. Auf der Sech­ser-Po­si­ti­on kommt es mit BVB-Ju­wel Ju­li­an Weigl (21) und FCB-Rou­ti­nier Xa­bi Alon­so (bald 35) zum Ge­ne­ra­tio­nen-Du­ell. Ge­ra­de der Spa­nier hat­te in der Ver­gan­gen­heit im­mer wie­der Pro­ble­me, die Lö­cher in der De­fen­siv­be­we­gung zu stop­fen. Weigl hat mit 885 Ball­kon­tak­ten den zweit­bes­ten Li­ga-Wert. Ein grö­ße­rer Ball­ma­gent ist nur Bay­erns Thia­go mit 1024 Kon­tak­ten. Mit Ma­rio Göt­ze hat aber auch der BVB ei­nen Edel­tech­ni­ker auf der Ach­ter-Po­si­ti­on. In Dort­mund hofft man auf ei­nen ge­nia­len Mo­ment von Göt­ze ge­gen den deut­schen Re­kord­meis­ter. Kom­plet­tiert wird das zen­tra­le Mit­tel­feld vor­aus­sicht­lich von Bay­ern-Youngs­ter Jos­hua Kim­mich und Gon­za­lo Cas­tro. Wäh­rend Kim­mich in die­ser Sai­son be­reits vier Sai­son­to­re er­zielt hat, glänzt Cas­tro mit fünf Vor­la­gen vor al­lem als

Vor­be­rei­ter.

145 000

Si­gnal Idu­na Park (80 667) Sta­di­on

Ei­gen­ka­pi­tal 286,1 Mil­lio­nen Eu­ro 411,5 Mil­lio­nen Eu­ro

Er­lö­se Mer­chan­di­sing 39,3 Mil­lio­nen Eu­ro 101,7 Mil­lio­nen Eu­ro

Er­lö­se Spon­so­ring 75,7 Mil­lio­nen Eu­ro 113,9 Mil­lio­nen Eu­ro

Ak­tu­el­le Trans­fer­bi­lanz (Qu­el­le: trans­fer­markt.de) +1,25 Mil­lio­nen Eu­ro -18 Mil­lio­nen Eu­ro

Ak­tu­el­le Na­tio­nal­spie­ler/Le­gio­nä­re 18/15 (51,7 %) 15/15 (57,7 %)

And­re Schürr­le 2016/30 Mio. Eu­ro 94 (23/29/42) 3 (1/1/1) 9 (3/0/6)* 5 (3/0/2) 2 (0/0/2) 113 (30/30/53) –

Teu­ers­ter Spie­ler

Ja­vi Mar­tí­nez 2012/40 Mio. Eu­ro

Xa­bi ge­gen Ka­ga­wa: „Im Mo­ment des Ball­ver­lusts wird es dar­auf an­kom­men, wer hand­lungs­schnel­ler ist“

Fo­tos (2): Ima­go

Mit­tel­fel­dMo­tor Thia­go Al­cant­ara ge­gen So­kra­tis und Gon­za­lo Cas­tro

Alex­an­der Schmal­ho­fer

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