SPD un­ter Druck: Macht’s Ga­b­ri­el?

tz - - POLITIK -

Nach der An­kün­di­gung von Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel, bei der Bun­des­tags­wahl 2017 wie­der an­zu­tre­ten, wächst der Druck auf die SPD, eben­falls bald ei­nen Kanz­ler­kan­di­da­ten zu kü­ren. Der Chef des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des, Rei­ner Hof­mann, for­der­te ei­ne schnel­le Ent­schei­dung. Es sei für Par­tei­chef Sig­mar Ga­b­ri­el an der Zeit, sich zu er­klä­ren. Ne­ben Ga­b­ri­el wird als mög­li­cher Kan­di­dat auch Martin Schulz, der Prä­si­dent des Eu­ro­pa­par­la­ments, ge­han­delt. Doch der 60-Jäh­ri­ge, der auch als Nach­fol­ger von Au­ßen­mi­nis­ter Fran­kWal­ter St­ein­mei­er im Ge­spräch ist, hält sich noch be­deckt. In­si­der ge­hen da­von aus, dass er gern in Brüssel blei­ben wür­de, doch die gro­ßen Frak­tio­nen im EU-Par­la­ment ha­ben ei­gent­lich ver­ein­bart, dass Schulz An­fang nächs­ten Jah­res von ei­nem Kon­ser­va­ti­ven ab­ge­löst wer­den soll. Wäh­rend die Per­so­nal­fra­ge noch of­fen bleibt, kris­tal­li­siert sich im­mer mehr her­aus, mit wel­chen Sachthe­men die SPD punk­ten will. Beim Par­tei­tag der Thü­rin­ger SPD, der am Wo­che­n­en­de in Erfurt statt­fand, poch­te Ga­b­ri­el auf ei­ne Min­dest­ren­te für Ge­ring­ver­die­ner. Wenn die Uni­on da­bei nicht mit­ma­che, „dann ist das ein The­ma im Wahl­kampf! Wer ge­ar­bei­tet hat, soll­te ei­ne aus­kömm­li­che Ren­te er­hal­ten“. So­zi­al­de­mo­kra­ten dürf­ten kei­ne Al­ters­ar­mut ak­zep­tie­ren.

Wer macht’s?: Sig­mar Ga­b­ri­el (li.) oder Martin Schulz

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