Ein Trüm­mer­feld

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in­ge­schla­ge­ne Au­to­schei­ben, ver­beul­te Mo­tor­hau­ben, über­all Glas­split­ter und selt­sa­me Pa­pier­fet­zen: Es ist ein An­blick der Ver­wüs­tung, als Martin S. (28) am Frei­tag­nach­mit­tag mit sei­nem Au­to in die Rott­mann­stra­ße in der Maxvor­stadt ein­biegt. Er hält an und be­gut­ach­tet stau­nend die Spur der Ge­walt, die sich die Stra­ße ent­lang zieht. „Was ist hier bloß pas­siert?“, fragt sich der jun­ge Mann, der be­ruf­lich in der Ge­gend ist. Er blickt rat­los sei­nen Kol­le­gen an – und ruft die Po­li­zei. Es ist 15 Uhr, hell­lich­ter Tag, und nie­mand scheint sich für das Trüm­mer­feld mit­ten in der Stadt zu in­ter­es­sie­ren. „Das ist doch selt­sam!“, denkt sich S.

Was ist pas­siert? Laut Po­li­zei ist ein Ob­dach­lo­ser für die Ran­da­le und die Ver­wüs­tung ver­ant­wort­lich. Der Mann ha­be ge­gen 15 Uhr in der Au­gus­ten­stra­ße Ecke Rott­mann­stra­ße ge­wü­tet. Ei­ne Po­li­zei­Spre­che­rin be­rich­tet, der 37-Jäh­ri­ge lei­de un­ter psy­chi­schen Pro­ble­men. Der Mann ha­be sich wi­der­stands­los fest­neh­men las­sen und sei an­schlie­ßend in die Psych­ia­trie ge­bracht wor­den. Über den Ge­samt­scha­den – im­mer­hin wur­den laut Zeu­gen drei Au­tos be­schä­digt – ist nichts be­kannt.

Martin S., der die Po­li­zei ge­ru­fen hat, weiß auch am Sonn­tag noch nicht, was er von der gan­zen Ak­ti­on hal­ten soll. „Über­all la­gen her­aus­ge­ris­se­ne Pa­pier­sei­ten mit sen­si­blen und per­sön­li­chen Da­ten her­um.“Zeug­nis­se, JVAUn­ter­la­gen, Schrei­ben vom Ar­beits­amt. Ver­letzt wur­de aber wohl nie­mand.

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