„Als Fach­kraft im Hand­werk ver­dient man gu­tes Geld“

tz - - REPORT -

„Vom 23. bis 27. No­vem­ber kön­nen sich die Be­su­cher wie­der ei­nen Über­blick über die neu­es­ten Trends zum Bau­en, Ein­rich­ten und Woh­nen ver­schaf­fen. Über 1.000 Aus­stel­ler prä­sen­tie­ren auf dem Münch­ner Mes­se­ge­län­de ih­re Pro­duk­te und be­ra­ten die Kun­den bei der Ver­wirk­li­chung ih­rer Wohn­wün­sche.“

„Un­se­re Be­trie­be blei­ben op­ti­mis­tisch: 91 Pro­zent er­war­ten bis zum Jah­res­en­de gu­te oder zu­min­dest be­frie­di­gen­de Ge­schäf­te.“

„Bei den Um­sät­zen rech­nen wir mit ei­nem no­mi­na­len An­stieg von vier Pro­zent. Die Zahl der Be­schäf­tig­ten dürf­te im Jah­res­schnitt um 0,9 Pro­zent zu­le­gen. Das Plus freut uns zwar, deckt aber den Fach­kräf­te­be­darf im ober­baye­ri­schen Hand­werk noch lan­ge nicht. Bei den In­ves­ti­tio­nen rech­nen wir für 2016 mit ei­ner Stei­ge­rung um drei Pro­zent.“

„Die ober­baye­ri­schen Hand­werks­be­trie­be ha­ben bis En­de Ok­to­ber knapp 9.100 Lehr­ver­trä­ge ge­schlos­sen. Da­mit lie­gen wir um 0,8 Pro­zent über dem Ni­veau des Vor­jah­res. Das ist ein re­spek­ta­bles Er­geb­nis, das al­ler­dings auch nicht dar­über hin­weg­täu­schen darf, dass wir in die­sem Jahr er­neut et­wa 1.600 Aus­bil­dungs­plät­ze nicht be­set­zen konn­ten.“

„Hand­werks­kam­mer, In­nun­gen, Kr e i s h a n d we r k e r s c h a f - ten und Ver­bän­de tun ihr Bes­tes: Sie in­for­mie­ren die Ju­gend­li­chen auf Be­rufs­mes­sen, bei In­fo­ver­an­stal­tun­gen in Schu­len so­wie per So­ci­al Me­dia, wel­che Mög­lich­kei­ten ei­ne Aus­bil­dung in ei­nem der rund 130 Lehr­be­ru­fe des Hand­werks bie­tet. Auf Bun­des­ebe­ne wer­ben wir mit un­se­rer Image­kam­pa­gne so­wie in Bay­ern mit der Nach­wuchs­kam­pa­gne „Ma­cher ge­sucht! für ei­ne Leh­re im Hand­werk. Au­ßer­dem ha­ben wir zu­sam­men mit dem Baye­ri­schen Wi r t s c h a f t s mi n i s t e r i u m und den IHKs 2015 die Kam­pa­gne „El­tern­stolz“ge­star­tet. Da­mit wol­len wir vor al­lem El­tern da­von über­zeu­gen, dass ei­ne Be­rufs­aus­bil­dung mit ent­spre­chen­der Wei­ter­qua­li­fi­ka­ti­on ih­re Kin­der nicht schlech­ter stellt, als ein Stu­di­um.“

Mit ei­ner Be­rufs­aus­bil­dung hat man al­le Mög­lich­kei­ten: Wer sich z.B. zum Hand­werks­meis­ter wei­ter­bil­det, kann auch stu­die­ren – und das so­gar fä­cher­über­grei­fend. Aber auch oh­ne Stu­di­um hat man im Hand­werk gu­te Kar­ten. Als Füh­rungs­kraft im Un­ter­neh­men oder, in­dem man ei­nen ei­ge­nen Be­trieb grün­det oder ei­nen be­reits be­ste­hen­den über­nimmt. Au­ßer­dem ver­dient man als fer­tig aus­ge­bil­de­te Fach­kraft gu­tes Geld. Da kann längst nicht je­der Aka­de­mi­ker mit­hal­ten!

Franz Xa­ver Pe­terand­erl, Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer Mün­chen-Oberbayern.

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