Wun­der­ba­res Ge­schenk

tz - - BUNT GEMISCHT -

Ich hat­te mei­nen 74. Ge­burts­tag und mei­ne Toch­ter wuss­te nicht, was sie mir schen­ken soll­te. Gro­ße Über­ra­schung war ihr lie­bes Brief­lein. Ich hat­te gro­ße Freu­de, dass sie mir ge­schenkt hat, dass ein Mal der Fens­ter­put­zer zu mir kommt. Ich glau­be, so ei­ne Sa­che ist bes­ser für äl­te­re Men­schen als Blu­men, die teu­er sind. Mei­ne Toch­ter hat ge­schrie­ben: „Zum An­zie­hen brauchst Du nichts, zum Hin­stel­len magst Du auch nichts, in den Ur­laub mit mir willst Du auch nicht mehr. Scha­de ei­gent­lich. Des­halb kriegst Du die­ses Mal je­man­den, der Dei­ne Fens­ter putzt. Ich hof­fe, dass Du da­mit ei­ne klei­ne Freu­de hast und Dich nicht mehr über ewi­ge Der Brief Ih­rer Toch­ter ist so herz­lich und wun­der­bar, dass wir mög­lichst viel da­von ab­dru­cken woll­ten. Sie hat sich nicht nur Zeit für die lie­ben Zei­len ge­nom­men, sie hat sich auch gut über­legt, was Sie sich nicht gön­nen wür­den. Ich glau­be, dar­um geht es mehr als um den ex­ak­ten Wert ei­nes Ge­schenks. Auch et­was Prak­ti­sches kann zu Her­zen ge­hen. Ich ha­be mei­ner Ma­ma ein Wo­che­n­en­de Plat­zerl Ba­cken ge­schenkt. Sie kann kaum noch lau­fen. Ich werd’ al­so mehr ba­cken, sie mehr er­zäh­len. Aber schön wird’s auf je­den Fall.

na­neTTe l.

Schlie­ren im Fens­ter är­gern musst.“

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