„Das ha­ben sich doch al­le ge­wünscht…“

Leip­zig vor­ne, BVB wie­der dran – da lüch­tet sich der FC Bay­ern in Sar­kas­mus

tz - - SPORT - SW.

Dar­auf hat die Li­ga lan­ge ge­war­tet. Über ein Jahr lang ist es her, dass der FC Bay­ern nicht an der Ta­bel­len­spit­ze stand. Doch jetzt sind die Ro­ten vo­r­erst vom Thron ge­sto­ßen – und das aus­ge­rech­net von ei­nem Auf­stei­ger. RB Leip­zig steht nach elf Spiel­ta­gen ganz oben, die Münch­ner sind mit drei Punk­ten Rück­stand Zwei­ter und auch der BVB liegt jetzt nur noch drei Zäh­ler hin­ter dem FCB. Plötz­lich ist die Bun­des­li­ga wie­der span­nend!

„Das ist doch schön für die Li­ga, das ha­ben sich doch al­le ge­wünscht“, ent­geg­ne­te Phil­ipp die Ta­bel­le schaut, ist das sehr är­ger­lich“, mein­te auch Ma­nu­el Neu­er und üb­te als ei­ner der we­ni­gen Münch­ner am Sams­tag­abend Selbst­kri­tik. „Das ha­ben wir uns sel­ber zu­zu­schrei­ben. Nicht nur we­gen die­ses Spiels, son­dern auch den Un­ent­schie­den in der Ver­gan­gen­heit, bei de­nen wir Sie­ge ver­schenkt ha­ben.“In Dortmund ha­ben sie nun den Platz an der Son­ne her­schen­ken müs­sen und den di­rek­ten Kon­kur­ren­ten gleich­zei­tig ge­stärkt. „Das ist ein ab­so­lu­ter Mei­len­stein. Es ist das State­ment schlecht­hin, die Bay­ern zu schla­gen“, freu­te sich BVBCoach Tho­mas Tu­chel über den 1:0-Er­folg. Der Sieg gab den West­fa­len mäch­tig Selbst­ver­trau­en. Von ei­nem „be­frei­en­den Akt“sprach Ge­schäfts­füh­rer Hans-Joa­chim Watz­ke nach dem ers­ten Heim­sieg über den Re­kord­meis­ter seit vier­ein­halb Jah­ren und schick­te gleich noch ei­ne klei­ne Spit­ze Rich- tung Leip­zig ab. „Die müs­sen auch noch hier hin“, sag­te Watz­ke, als er auf den neu­en Spit­zen­rei­ter an­ge­spro­chen wur­de.

Die Sach­sen fei­er­ten be­reits am Frei­tag trotz zwei­fa­chen Rück­stands noch ei­nen 3:2-Sieg in Le­ver­ku­sen und sind da­mit ne­ben­bei bes­ter Auf­stei­ger al­ler Zei­ten. Für Tu­chel so­gar schon ein erns­ter Ti­tel­kan­di­dat: „Letz­tes Jahr hat­ten wir in En­g­land das Phä­no­men Leices­ter Ci­ty. Leip­zig kann ex­akt den glei­chen Weg ge­hen. Das ist mei­ne Über­zeu­gung, wenn ich sie spie­len se­he.“RB-Trai­ner Ralph Ha­sen­hüttl ver­glich sei­ne Mann­schaft mit ei­nem Eis­berg. „Man sieht nur ei­nen klei­nen Teil da­von. Die Qua­li­tät von uns ist un­ter der Was­ser­ober­flä­che. Und die ha­ben wir in der zwei­ten Halb­zeit ge­zeigt“, froh­lock­te der Ös­ter­rei­cher nach dem Coup im Rhein­land und schick­te noch ei­ne War­nung an die Kon­kur­renz hin­ter­her. „Viel von dem Po­ten­zi­al, das wir ha­ben, war bis­her noch nicht so sicht­bar. Ich glau­be schon, dass wir schwer zu schla­gen sind.“Und die Bay­ern? Blei­ben (noch) cool. „Auch Leip­zig wird ir­gend­wann ei­ne klei­ne Kri­se be­kom­men. Schau­en wir mal, was sie dann ma­chen“, sag­te Ro­bert Le­wan­dow­ski. Doch bis da­hin ist die Li­ga erst mal span­nend.

Fotos: Schatz, Pe­re­nyi, RST

Ju­beln­de Leip­zi­ger nach dem 3:2 in Le­ver­ku­sen: „Wir sind ein Eis­berg“ Frus­triert: Ka­pi­tän Phil­ipp Lahm

Wie­der dran: Die Bay­ern fürch­ten den BVB als Haupt­kon­kur­ren­ten

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