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tz - - SPORT - INT.: LENA MEY­ER

Fer­tig ma­chen zum Ab­he­ben! Am Sams­tag gab es be­son­de­ren Be­such für die FCB-Bas­ket­bal­ler. Beim Heim­spiel ge­gen Ras­ta Vech­ta, das die Bay­ern mit 85:72 ge­wan­nen, schau­ten auch die Har­lem Glo­be­trot­ters „Cheese“Chis­holm und „El Ga­to“Me­len­dez vor­bei. Die bei­den Mit­glie­der der le­gen­dä­ren Bas­ket­bal­lShow­trup­pe be­fin­den sich ge­ra­de auf Pro­mo-Tour für die Tour­nee im kom­men­den Jahr. Am 17. März 2017 wer­den die Aus­nah­me­ath­le­ten für ei­nen Auf­tritt in der Olym­pia­hal­le in Mün­chen Halt ma­chen (Ti­ckets gibt es un­ter www.my­ti­cket.de). „Wir freu­en uns schon sehr“, sag­te Chis­holm der tz. „Das Pu­bli­kum hier ist groß­ar­tig. Und über­haupt ist es schön zu se­hen, wie vie­le Leu­te in Deutsch­land sich für Bas­ket­ball be­geis­tern.“Denn genau das ist es, was die Har­lem Glo­be­trot­ters wol­len: ih­re Zu­schau­er mit ih­rem Kön­nen be­geis­tern. Auch tz- Re­por­te­rin Lena Mey­er konn­te sich da­von über­zeu­gen. Dank Me­len­dez ge­lang ihr der ers­te Dunk über­haupt… Was die Glo­be­trot­ters vom deut­schen Bas­ket­ball hal­ten? Und was sie ma­chen, wenn sie mal nicht auf dem Par­kett ste­hen? Das tz- In­ter­view.

Herr Chis­holm, Herr Me­len­dez, Sie ha­ben sich in den ver­gan­ge­nen Wo­chen ei­ni­ge BBL-Spie­le an­ge­se­hen. Wie schät­zen Sie den deut­schen Bas­ket­ball ein?

Chis­holm: Schnell und vor al­lem phy­sisch. Na­tür­lich ist und bleibt die NBA die stärks­te Li­ga der Welt, aber auch die Spie­le in der BBL sind spek­ta­ku­lär. Hin­zu kommt, dass ja auch vie­le US-ame­ri­ka­ni­sche Spie­ler in Deutsch­land sind. Ich den­ke, dass sich das Ni­veau im­mer mehr an­glei­chen wird.

Me­len­dez: Stimmt, wir ha­ben ei­ni­ge gu­te Par­ti­en hier ge­se­hen. Mir ge­fällt au­ßer­dem die At­mo­sphä­re in den Hal­len. Wir kom­men im­mer wie­der gern her.

Die Tour star­tet An­fang 2017. Nun geht es erst ein­mal in Ih­re Hei­mat­städ­te New York und Jua­na Diaz in Pu­er­to Ri­co, oder?

Chis­holm: Genau, jetzt ha­ben wir erst ein­mal ein paar Wo­chen frei. Nach Weih­nach­ten geht es dann wei­ter.

Was macht man als Har­lem Glo­be­trot­ter, wenn man nicht auf Tour ist?

Me­len­dez: Na­tür­lich geht es im­mer dar­um, sich fit zu hal­ten. Ob das nun beim in­di­vi­du­el­len Trai­ning oder der Vor­be­rei­tung der Shows im Team ist. Au­ßer­dem gibt es noch vie­le wei­te­re Pro­jek­te, die die Har­lem Glo­be­trot­ters be­treu­en. Ich bin bei­spiels­wei­se Bot­schaf­ter ei­nes An­ti-Mob­bing-Pro­gramms. Wir ge­hen an Schu­len und ver­su­chen, Prä­ven­ti­on zu be- trei­ben. Au­ßer­dem be­su­chen wir im­mer wie­der Kran­ken­häu­ser, um die Kin­der dort, we­nigs­tens für kur­ze Zeit, zum Lä­cheln zu brin­gen.

Chis­holm: Das ist über­haupt das Schöns­te an un­se­rem Job. Wir dür­fen das tun, was un­se­re Lei­den­schaft ist und an­de­ren da­mit auch noch ei­ne Freu­de be­rei­ten. Har­lem Glo­be­trot­ter zu sein ist al­so ei­gent­lich viel mehr als ein Job. Es ist ei­ne Le­bens­ein­stel­lung.

Egal, wo man die Glo­be­trot­ters sieht, sie schei­nen im­mer gu­te Lau­ne zu ha­ben. Ha­ben Sie nie ei­nen schlech­ten Tag?

Chis­holm: Oh doch, das hat wohl je­der. Aber un­ser An­spruch ist es, im­mer ei­ne gu­te Show ab­zu­lie­fern und die Men­schen zu be­geis­tern. Und letzt­end­lich hilft das dann auch ei­nem selbst. Ein Bei­spiel: Mein Pa­te­n­on­kel ist vor ei­ni­ger Zeit am Tag ei­nes Auf­tritts ver­stor­ben. Ich war un­end­lich trau­rig, aber mei­ne Team­kol­le­gen ha­ben mich auf­ge­fan­gen und wir ha­ben ei­nen gu­ten Auf­tritt ge­habt. Das hat gut ge­tan und ich glau­be, es hät­te auch mei­nen Pa­te­n­on­kel sehr ge­freut.

Fs: Sampics (2), dpa

Tricks mit den Har­lem Glo­be­trot­ters: tz-Re­por­te­rin Lena Mey­er traf „Cheese“Chris­holm (li.) und „El Ga­to“Me­len­dez Pflicht­auf­ga­be er­füllt: De­vin Boo­ker (re.) & Co. setz­ten sich im Heim­spiel ge­gen Ras­ta Vech­ta durch

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