Die tap­fe­ren See­len­trös­ter

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Per­sön­lich­keit. Das Wort fällt ei­nem ein, wenn man mit Susanne Amt­mann spricht. Hells Bells von AC/DC als War­te­me­lo­die am Han­dy und ei­ne Stim­me wie Rock’n’Roll. Sie und ih­re Kol­le­gin­nen ar­bei­ten eh­ren­amt­lich als „Grü­ne Da­men“bei den Barm­her­zi­gen Brü­dern. Ihr Job im rast­lo­sen, auf Ef­fi­zi­enz und Pro­fit an­ge­leg­ten Kli­nik­all­tag: Da sein, Trost spen­den, re­den, re­den, re­den… „Ich bin auf ei­ner Sta­ti­on mit In­ten­sivst­kran­ken. Ma­gen-, Darm­krebs. Al­le dem Tod ge­weiht“, sagt Susanne Amt­mann. „Und manch ei­ner hat nie­man- den zum Re­den, weil ihn ein­fach kei­ner be­sucht. Und da bin dann ich da“, lä­chelt sie. Nach ei­nem Schlag­an­fall war sie qua­si kli­nisch tot. Seit­dem darf die eins­ti­ge An­zei­gen­ver­käu­fe­rin für Kfz nicht mehr ar­bei­ten. Aber en­ga­gie­ren will sie sich. Des­halb die Sa­che bei den Barm­her­zi­gen Brü­dern. „Ich ha­be ein gu­tes Ver­hält­nis zum Tod“, sagt sie. Seit da­mals, als sie sel­ber „dr­ü­ben“war. „Al­so ver­su­che ich die Ängs­te zu neh­men…“

F.: Micha­el Wes­ter­mann

Susanne Amt­mann (Mi.) freut sich mit ih­ren Kol­le­gen aufs tea­tro

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