In­ter­na­tio­na­le Pres­se­stim­men

tz - - POLITIK - NZZ, ZÜ­RICH DE VOLKS­KRANT, AMS­TER­DAM COR­RIE­RE DEL­LA SE­RA, MAI­LAND DER STAN­DARD, WI­EN WA­SHING­TON POST EL MUN­DO, MA­DRID KOM­MER­S­ANT, MOSKAU

„Al­ter­na­tiv­los ist An­ge­la Mer­kel al­len­falls für die CDU, weil die Che­fin ta­len­tier­te Kon­kur­ren­ten um den Par­tei­vor­sitz stets ver­hin­dert hat.“ „An­ge­la Mer­kel ist zu die­sem Zeit­punkt am bes­ten ge­eig­net, Eu­ro­pa auf die­ser bi­zar­ren Welt­büh­ne zu ver­tre­ten. We­gen ih­rer Er­fah­rung und dem Re­spekt, den sie ge­nießt, aber auch weil sie die wi­der­bors­ti­ge geo­po­li­ti­sche Rea­li­tät kennt und kei­ne un­rea­lis­tisch ho­hen Er­war­tun­gen nährt.“ „Es wird ei­ne neue An­ge­la Mer­kel sein. Die Öff­nung für die Flücht­lin­ge hat ih­re po­li­ti­sche Li­nie ver­än­dert. Und die Aus­sicht, dass sie 2021 nicht für ei­ne fünf­te Amts­zeit an­tre­ten muss, macht sie ein we­nig mu­ti­ger. Ein we­nig.“ „Al­ler­dings re­sul­tiert Mer­kels ver­meint­li­che Stär­ke auch aus der Schwä­che an­de­rer ,Gro­ßer’ in Eu­ro­pa. The­re­sa May ist ... mit dem Br­ex­it be­schäf­tigt, François Hol­lan­de ... blickt ängst­lich der Prä­si­den­ten­wahl und der Be­dro­hung durch den Front Na­tio­nal ent­ge­gen.“ „In den Au­gen vie­ler hat der Sieg von Do­nald Trump Mer­kel vi­el­leicht zur ein­fluss­reichs­ten Per­son im Wes­ten ge­macht, die kein Po­pu­list ist. Aber da sich Mer­kel im po­li­ti­schen Spek­trum nach links ge­wen­det hat, hat sie nach rechts ei­nen Raum er­öff­net. Die AfD wür­de vi­el­leicht nicht exis­tie­ren, hät­te Mer­kel an den tra­di­tio­nel­le­ren Wer­ten ih­rer Par­tei fest­ge­hal­ten.“„Mer­kel ist zwei­fel­los nicht nur die bes­te Op­ti­on, um den Auf­schwung des Rechts­ex­tre­mis­mus in ih­rem Land zu brem­sen. Sie kann zu­dem nicht nur die Stär­ke der Eu­ro­päi­schen Uni­on ga­ran­tie­ren, son­dern auch die Er­fül­lung der Po­li­tik des Wachs­tums und der Aus­ga­ben­dis­zi­plin.“ „Nach An­sicht von Po­li­to­lo­gen ge­hört es zu ei­nem der Ge­heim­nis­se der lan­gen Di­enst­zeit von Mer­kel, Kon­kur­ren­ten zu be­sei­ti­gen und dann zu fra­gen: Wer, wenn nicht ich?“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.