Ex hin­ter Au­to her­ge­schleift

tz - - REPORT -

Es ist ei­ne un­fass­bar bru­ta­le Tat, die sich am Sonn­tag­abend in der In­nen­stadt von Ha­meln er­eig­net hat. Der 38-jäh­ri­ge Nur­re­tin B., ein Deut­scher mit kur­di­schen Wur­zeln, soll sei­ner Ex-Freun­din Ka­der K. (28) ein fin­ger­di­ckes Seil um den Hals ge­bun­den, das an­de­re En­de an sei­nem Au­to be­fes­tigt ha­ben und los­ge­fah­ren sein.

Die 28-Jäh­ri­ge, Mut­ter von ei­nem sü­ßen Bu­ben, wur­de rund 250 Me­ter über Kopf­stein­pflas­ter mit­ge­schleift, ehe sich das Seil von der An­hän­ger­kupp­lung lös­te. Zwi­schen­durch soll der Mann laut Zeu­gen noch be­schleu­nigt ha­ben. Be­son­ders schlimm: Der klei­ne zwei­jäh­ri­ge Sohn na­mens Cu­di saß mit im Au­to, hör­te die Angst­schreie sei­ner Mut­ter.

Ka­der K. blieb re­gungs­los und blut­über­strömt auf der Stra­ße lie­gen, nach­dem sich das Seil ge­löst hat­te. Pas­san­ten fan­den die schwerst ver­letz­te Frau. Die alar­mier­ten Ret­ter brach­ten sie ins Kran­ken­haus – und ent­deck­ten noch mehr Grau­sa­mes: Zu­vor war der 28-Jäh­ri­gen mit ei­nem Mes­ser in den Bauch und in die Herz­ge­gend ge­sto­chen wor­den

Zwei kom­pli­zier­te No­tope­ra­tio­nen muss­ten die Ärz­te vor­neh­men, be­vor ein Ret­tungs­hub­schrau­ber die jun­ge Frau in ei­ne Spe­zi­al­kli­nik brin­gen konn­te. Der­zeit liegt Ka­der K. im Ko­ma und schwebt wei­ter­hin in Le­bens­ge­fahr.

Nur­re­tin B. stell­te sich kurz nach der Tat bei der Po­li­zei und ließ sich fest­neh­men. Ges­tern Nach­mit­tag er­ging Haft­be­fehl. Voll­kom­men un­klar sind noch die Hin­ter­grün­de der grau­sa­men Tat. Ka­der K. und Nur­re­tin B. wa­ren seit über zwei Jah­ren ein Paar, zu­letzt lau­te­te der Be­zie­hungs­sta­tus auf Nur­re­tins Face­book-Sei­te je­doch auf Ge­trennt. Ge­schah die Tat al­so aus Ei­fer­sucht?

Der Bru­der des Op­fers gab ge­gen­über der Bild- Zei­tung an, Nur­re­tin B. sei ein bru­ta­ler Schlä­ger. Im­mer wie­der sei der Mann auf­ge­fal­len. Sei­ner Schwie­ger­mut­ter soll er bei ei­nem Streit so­gar die Na­se ge­bro­chen ha­ben.

Bei­de – Op­fer wie Tä­ter – stam­men laut lo­ka­ler Me­di­en aus kur­di­schen Groß­fa­mi­li­en. Die Po­li­zei be­fürch­te­te des­halb auch Ra­che­ak­te und for­der­te Po­li­zei­schutz für die Fa­mi­li­en.

Nur­re­tin B. mit sei­nem Sohn Cu­di – am Sonn­tag­abend tat er hier Un­fass­ba­res

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