Hor­mon-Alarm im Kör­per

tz - - MEDIZIN -

Die Steue­rungs­zen­tra­le für die Ant­wort des Kör­pers auf Stress, al­so auf Ge­fahr und Be­dro­hung, ist das Ge­hirn. Über Hor­mo­ne wer­den ei­ne gan­ze An­zahl an Vor­gän­gen in Gang ge­setzt, die al­le ein Ziel ha­ben: die zur Ver­fü­gung ste­hen­de Ener­gie zu ak­ti­vie­ren und den Men­schen zu mo­bi­li­sie­ren.

Ge­hirn: Durch­blu­tung wird er­höht, das Ge­hirn ist wach und fo­kus­siert.

Mund:

Spei­chel­fluss wird re­du­ziert, der Mund wird tro­cke­ner.

At­mung: Die Bron­chi­en er­wei­tern sich, die At­mung wird schnel­ler und fla­cher, die Sau­er­stoff­ver­sor­gung wird da­mit er­höht.

Herz-Kreis­lauf: Das Herz schlägt schnel­ler und kräf­ti­ger, der Blut­druck steigt. Die Blut­ge­fä­ße des Her­zens, des Ge­hirns (ro­ter Kopf) und der gro­ßen Ar­beits­mus­keln wer­den wei­ter ge­stellt. Es ver­en­gen sich die Blut­ge­fä­ße der Haut und der Pe­ri­phe­rie des Kör­pers (kal­te Hän­de und Fü­ße) so­wie des Ver­dau­ungs­trak­tes. Es kommt zu ei­ner Um­ver­tei­lung des Blu­tes, da­mit Herz, Ge­hirn und Mus­keln bes­ser mit Ener­gie ver­sorgt sind.

Mus­keln: Die Mus­kel­span­nung er­höht sich. Die mo­to­ri­schen Re­fle­xe sind ver­bes­sert, eben­so die Re­flex­ge­schwin­dig­keit. Der Kör­per be­rei­tet sich auf Mus­kel­ar­beit vor.

Stoff­wech­sel: Zu­cker­re­ser­ven aus der Le­ber und Fett­re­ser­ven des Kör­pers wer­den zur Ver­bren­nung in den Mus­keln frei­ge­ge­ben. Die Ver­dau­ungs­tä­tig­keit von Ma­gen und Darm wird ge­hemmt, das führt zu tro­cke­nem Mund und pa­ra­do­xer­wei­se zu Durch­fall: Der Darm hört mit der Ver­dau­ung auf und will über­flüs­si­gen Bal­last los­wer­den.

Haut: Die Ener­gie­pro­duk­ti­on im gan­zen Kör­per er­zeugt Wär­me, der Mensch schwitzt.

Se­xua­li­tät: Das se­xu­el­le Ver­lan­gen wird ge­hemmt.

Im­mun­sys­tem: Die An­zahl der na­tür­li­che Kil­ler­zel­len im Blut er­höht sich. So kön­nen Fremd­kör­per, die z.B. bei ei­nem Kampf oder Un­fall in den Kör­per ge­lan­gen, schnell auf­ge­spürt und un­schäd­lich ge­macht wer­den.

Schmerz: Die Schmerz­emp­find­lich­keit wird durch den Aus­stoß von En­dor­phi­nen, kör­per­ei­ge­nen Schmerz­hemm­stof­fen, ver­min­dert.

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