Knor­pel­zell­trans­plan­ta­ti­on

tz - - BUNT GEMISCHT - Micha­el J., Tür­ken­feld dr. Med. Wer­ner Zirn­gibl MVZ iM he­li­os, Mün­chen

Ich ha­be ei­nen Knor­pel­scha­den im Knie. Könn­te ei­ne Knor­pel­zell­trans­plan­ta­ti­on die Lö­sung sein?

Oh­ne ge­nau­en Be­fund ist es schwie­rig, hilf­reich zu ant­wor­ten. Denn die Fra­ge, wel­che The­ra­pie­me­tho­de im Ein­zel­fall den größ­ten Er­folg ver­spricht, hängt we­sent­lich von der Art und Schwe­re des Knor­pel­scha­dens ab. All­ge­mein lässt sich sa­gen: Ent­schei­dend für den Be­hand­lungs­er­folg ei­ner Knor­pel­zell­trans­plan­ta­ti­on ist, dass noch ge­nü­gend Knor­pel­mas­se vor­han­den ist. Der Um­ge­bungsk­nor­pel, in den die kör­per­ei­ge­nen Knor­pel­zel­len trans­plan­tiert wer­den, muss in­takt und trag­fä­hig sein, so­dass das neu wach­sen­de Knor­pel­ge­we­be Halt hat und den De­fekt nach und nach ef­fek­tiv ver­schlie­ßen kann. Be­steht je­doch ei­ne stark aus­ge­präg­te Knie­ar­thro­se oder lie­gen meh­re­re hö­her­gra­di­ge Knor­pel­schä­den vor, ist das Ver­fah­ren im All­ge­mei­nen nicht ge­eig­net. Im Üb­ri­gen spie­len auch das Al­ter oder der all­ge­mei­ne Ge­sund­heits­zu­stand bei der The­ra­pie­ent­schei­dung ei­ne Rol­le. Meist kommt die Me­tho­de bei Pa­ti­en­ten zum Ein­satz, die jün­ger als 55 Jah­re sind. All die­se Fak­to­ren las­sen sich nur im Rah­men ei­ner aus­führ­li­chen Ana­mne­se und sorg­fäl­ti­gen or­tho­pä­di­schen Un­ter­su­chung klä­ren.

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