So macht Mur­ray den Djo­ker klein!

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Nach dem er­folg­reichs­ten Jahr sei­ner Kar­rie­re woll­te der hoch­de­ko­rier­te Welt­rang­lis­ten­ers­te An­dy Mur­ray ein­fach nur in die Hei­mat. Statt bei Feu­er­werk und Kon­fet­ti­re­gen die nächs­ten gro­ßen Zie­le aus­zu­ru­fen oder sei­ne glän­zen­den Zu­kunfts­aus­sich­ten zu be­ju­beln, dach­te der Schot­te erst ein­mal an die freie Zeit nach ei­ner kräf­te­zeh­ren­den und lan­gen Sai­son. „Ich freue mich, jetzt end­lich wie­der nach Hau­se zu kom­men. Wie­der in mei­nem ei­ge­nen Bett zu schla­fen und mei­ne Fa­mi­lie zu se­hen“, sag­te Mur­ray.

Wim­ble­don-Ge­win­ner, Olym­pia­sie­ger, ATP-Welt­meis­ter, Num­mer eins der Welt und das al­les in we­ni­ger als ei­nem hal­ben Jahr: Un­gläu­big hat­te der 29-Jäh­ri­ge am Sonn­tag­abend ins Pu­bli­kum ge­starrt, be­vor er den 6:3, 6:4-Sieg ge­gen Dau­er­geg­ner No­vak Djo­ko­vic im Fi­na­le der ATP-WM be­grif­fen hat­te. „Ich ha­be das nie­mals er­war­tet. Die letz­ten Mo­na­te wa­ren die bes­ten mei­ner Kar­rie­re. Die­se Par­tie war der per­fek­te Weg, die Spiel­zeit zu be­en­den“, sag­te der Bri­te.

Mit ei­nem neu­en per­sön­li­chen Best­wert von 12 685 Punk­ten über­win­tert der Rio-Olym­pia­sie­ger auf dem Ten­nis­Thron. Da­mit steht er fast 1000 Zäh­ler vor Be­cker-Schütz­ling Djo­ko­vic, der die Rück­kehr auf Platz eins mit dem ver­lo­re­nen Fi­na­le bei der ATP-WM ver­pass­te. „Ei­gent­lich dach­te ich, dass ich erst An­fang nächs­ten Jah­res ei­ne Chan­ce auf Platz eins im Ran­king ha­ben wür­de“, sag­te der er­staun­te Mur­ray. Dass er sei- nen ser­bi­schen Wi­der­sa­cher schon über­holt hat, gibt ihm glän­zen­de Per­spek­ti­ven für 2017: Wäh­rend Mur­ray in der ers­ten Jah­res­hälf­te nicht vie­le Punk­te zu ver­lie­ren hat, muss Djo­ko­vic bei den Aus­tra­li­an Open, den French Open, in In­dian Wells und Mia­mi je­weils den Ti­tel ver­tei­di­gen, um kei­ne wei­te­ren Zäh­ler ein­zu­bü­ßen. Bis zum Wim­ble­don-Tur­nier im Ju­li dürf­te der Schot­te kaum vom Top-Platz zu ver­drän­gen sein. So macht Mur­ray den Djo­ker klein!

Der Schot­te ge­wann zum Jah­res­en­de 24 Par­ti­en und fünf Tur­nie­re in Se­rie, seit über zwei Mo­na­ten hat Mur­ray kein Spiel mehr ver­lo­ren. Nach dem Sie­ges­zug ist nun erst mal Zeit für den Ur­laub: Zwei Wo­chen, die Hoch­zeit sei­nes Va­ters in Schott­land in­be­grif­fen, er­war­ten ihn in der Hei­mat, be­vor es noch vor Weih­nach­ten schon wie­der zum Trai­nie­ren nach Mia­mi geht.

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