Count­down in der Wüs­te

Ros­berg und Ha­mil­ton ma­chen sich be­reit für den Ti­tel­kampf in Abu Dha­bi

tz - - SPORT -

Aleadd alt­tana­zu­li! Die­ses ara­bi­sche Wort wer­den die al­ler­we­nigs­ten For­mel-1-Fans ken­nen – aber al­le PS-Freaks durch­le­ben sei­ne Be­deu­tung ge­ra­de. Es heißt so viel wie Count­down, und da­mit wä­re man mit der Über­set­zungs­mög­lich­keit schon fast am En­de der Fah­nen­stan­ge an­ge­kom­men. Fakt aber ist, dass so­wohl Ni­co Ros­berg als auch Le­wis Ha­mil­ton die St­un­den bis zum WM-Fi­na­le im ara­bi­schen Emi­rat Abu Dha­bi her­un­ter­zäh­len.

„Je en­ger es wird, des­to mehr freue ich mich dar­auf. Es wird ein har­ter Kampf und hof­fent­lich er­le­ben die Fans ei­ne groß­ar­ti­ge Show zum Ab­schluss der Sai­son“, sag­te der WM-Füh­ren­de Ni­co Ros­berg, be­vor er sich auf den Weg an den Per­si­schen Golf mach­te. Vor­be­rei­tet ist er al­so, sei­ne Ak­kus sind rand­voll auf­ge­la­den: „Ich ha­be mich am Wo­che­n­en­de su­per mit mei­ner Fa­mi­lie und Freun­den er­holt und füh­le mich be­reit da­für.“

Was na­tür­lich auch für sei­nen Kon­kur­ren­ten Ha­mil­ton gilt, der 12 Punk­te auf­ho­len muss. Siegt er, reicht Ros­berg im­mer noch ein drit­ter Platz zum Ti­tel. „Ich bin in ei­ner gu­ten Ver­fas­sung“, sagt der noch am­tie­ren­de Cham­pi­on nach drei Sie­gen in Fol­ge und fügt bei mo­tor­sport-to­tal an: „Es war kei­ne per­fek­te Sai­son und es scheint an die­sem Wo­che­n­en­de schier un­mög­lich zu sein, egal was ich tue. Aber ich kann und wer­de nicht auf­ge­ben. Man weiß nie, was passiert – egal, wie un­mög­lich es auch er­schei­nen mag. Ich wer­de auf mich und mei­ne Leis­tung stolz sein, so lan­ge ich das Ge­fühl ha­be, dass ich al­les ge­ge­ben ha­be. Ich ge­he die­ses Wo­chen- en­de ge­nau­so an wie je­des an­de­re Ren­nen auch: Ich möch­te ge­win­nen.“

Die Vor­aus­set­zun­gen für bei­de Pi­lo­ten wie­der­um wer­den nun Mecha­ni­ker und Team schaf­fen. „Ge­mein­sam müs­sen wir nun noch ei­ne letz­te sehr wich­ti­ge Pflicht in die­ser Sai­son er­fül­len: Wir müs­sen Ni­co und Le­wis die Ba­sis ge­ben, um ih­ren Kampf bis zur Ziel­flag­ge un­ter­ein­an­der aus­zu­fech­ten“, be­tont Mer­ce­des-Mo­tor­sport­chef To­to Wolff. „Bei­de wa­ren au­ßer­ge­wöhn­lich und je­der von ih­nen wä­re ein wür­di­ger Welt­meis­ter. Hin­ter uns al­len liegt ein zer­mür­ben­des Jahr mit ei­nem Re­kord-Renn­ka­len­der und der zu­sätz­li­chen Her­aus­for­de­rung, uns auf ein neu­es Re­gle­ment 2017 vor­zu­be­rei­ten. Nach solch ei­nem Ma­ra­thon-Kampf kann der Sie­ger wahr­lich von sich be­haup­ten, dass er es ver­dient hat. Wir sind al­le sehr ge­spannt dar­auf, zu er­fah­ren, wer das sein wird. Mö­ge der Bes­se­re ge­win­nen.“Der kann sich dann üb­ri­gens auf Ara­bisch Ba­tal al alam nen­nen. Welt­meis­ter.

Fo­to: dpa

Le­wis Ha­mil­ton hat die letz­ten drei Ren­nen ge­won­nen

Fo­to: dpa

Es kann nur ei­nen ge­ben: Ni­co Ros­berg oder Le­wis Ha­mil­ton

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