Hein­rich

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Die Schach-WM in New York ver­läuft bis­her so ent­täu­schend, dass vie­le schon von der Schwach-WM spre­chen. Welt­meis­ter Magnus Carl­sen aus Nor­we­gen fin­det kein Mit­tel ge­gen das Ab­wehr­boll­werk sei­nes rus­si­schen Her­aus­for­de­rers Ser­gej Kar­ja­kin. Die bei­den spie­len stän­dig Un­ent­schie­den, zum Ver­druss von Co­gnac-Her­stel­ler und Spon­sor Re­mis Mar­tin. Die Schwach- WM er­in­nert an das 0:0 zwi­schen Deut­schen und Ösis bei der WM 1982, nur oh­ne Wür­fel. Nichts läuft nach Plan: Das Pferd ver­wei­gert, der Turm ist höchs­tens 1,12 Me­ter groß, die Bau­ern ackern ver­ge­bens, die Läu­fer lah­men, der Kö­nig be­nimmt sich wie ein da­her­ge­lau­fe­ner Bür­ger­li­cher, und die Da­me agiert auch we­nig La­dy-li­ke. Wo­mög­lich han­delt es sich um ei­nen ver­klei­de­ten Herrn. Und nun? Ver­län­ge­rung will kei­ner. Der Schach­sport steht vor dem ers­ten Elf­me­ter­schie­ßen sei­ner Ge­schich­te.

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