1700 Kin­der woh­nuncs­los! Net­pwer8 hilft

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Es ist ei­ne dunk­le Sei­te, die so gar nicht zu der Schi­cke­ria-Stadt und BoomRe­gi­on Mün­chen pas­sen mag: In den ver­gan­ge­nen Jah­ren ist die Zahl der akut woh­nungs­lo­sen Men­schen stark an­ge­stie­gen. Wa­ren es 2008 noch 2466, sind ak­tu­ell 6782 Men­schen woh­nungs­los – die Zahl hat sich in acht Jah­ren fast ver­drei­facht! Be­son­ders grau­sam: In Mün­chen trifft die­ses Schick­sal 1700 Kin­der.

Weg von der Stra­ße: Das ist das Ziel des Netz­werk

Woh­nungs­lo­sen­hil­fe, zu dem sich der So­zi­al­dienst ka­tho­li­scher Frau­en, der ka­tho­li­sche Män­ner­für­sor­ge­ver­ein, das Evan­ge­li­sche Hilfs­werk, der In­ter­na­tio­na­le Bund so­wie der Ver­ein Woh­nungs­hil­fe zu­sam­men­ge­schlos­sen ha­ben. Schirm­her­rin ist Pe­tra Rei­ter, Ehe­frau von OB Die­ter Rei­ter: „Ich möch­te das Be­wusst­sein schär­fen, dass Woh­nungs­lo­sig­keit je­den tref­fen kann.“Ziel des Netz­wer­kes ist es, „Res­sour­cen zu bün­deln und den An­lie­gen woh­nungs­lo­ser Frau­en, Män­ner und Fa­mi­li­en in der Öf­fent­lich­keit mehr Ge­hör zu ver­schaf­fen“, sagt Lud­wig Mit­ter­mei­er vom Män­ner­für­sor­ge­ver­ein. Man wür­de schon seit vie­len Jah­ren gut zu­sam­men­ar­bei­ten, das be­ste­hen­de Hil­fe­sys­tem sei sehr pro­fes­sio­nell und ef­fek­tiv, be­tont Mit­ter­mei­er, dies wer­de von der Öf­fent­lich­keit je­doch kaum wahr­ge­nom­men. Viel­mehr ge­lin­ge es man­chen „Initia­ti­ven“den An­schein zu er- we­cken, dass für Woh­nungs­lo­se „zu we­nig oder gar nichts ge­tan wird“.

Ne­ben den „klas­si­schen Grün­den“der Woh­nungs­lo­sig­keit, al­so Ver­lust der Ar­beit, Krank­heit, Tren­nung, sei oft der „Wahn­sinn auf dem Münch­ner Woh­nungs­markt“schuld dar­an, dass Men­schen kei­ne Woh­nung mehr fän­den, so Mit­ter­mei­er.

Er schätzt, dass die Zahl der tat­säch­lich Woh­nungs­lo­sen in Mün­chen so­gar bei 9000 liegt.

Fo­to: dpa/Sym­bol­fo­to

Ex­per­ten schät­zen, dass in Mün­chen 9000 Men­schen woh­nungs­los sind – dar­un­ter sind 1700 Kin­der

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