Trick­be­trü­ger zo­cken kran­ke Frau (91) ab!

tz - - MÜNCHEN -

Was für ei­ne tra­gi­sche Vor­stel­lung: Ei­ne schwer kran­ke und geh­be­hin­der­te 91-Jäh­ri­ge muss­te mit an­se­hen, wie fie­se Trick­be­trü­ger ihr Geld und Schmuck aus­räum­ten – und konn­te nichts ma­chen …

Am Frei­tag ha­ben an­geb­li­che Mit­ar­bei­ter der Stadt­wer­ke mit fal­schem Aus­weis bei ei­nem 95-Jäh­ri­gen in der Pas­sau­er Stra­ße ge­klin­gelt. Un­ter dem Vor­wand, Roh­re im Ba­de­zim­mer über­prü­fen zu müs­sen, ver­schaff­ten sie sich Zu­gang zur Woh­nung. Wäh­rend ein Be­trü­ger den Mann im Bad ab­lenk­te, ging ein zwei­ter Tä­ter ins Wohn­zim­mer, wo die kran­ke Ehe­frau lag und kram­te die Beu­te im Wert von über 2000 Eu­ro zu­sam­men. Die al­te Da­me rief noch nach ih­rem Mann – aber der hör­te sie nicht. Schon wa­ren die Be­trü­ger auf und da­von. Die Frau hol­te die Po­li­zei – aber ihr Mann glaub­te ihr nicht und spiel­te den Vor­fall her­un­ter. Erst der Sohn be­merk­te am nächs­ten Tag, dass tat­säch­lich et­was ge­stoh­len wor­den war.

Trick­be­trü­ger las­sen sich stän­dig et­was Neu­es ein­fal­len – auch am Te­le­fon. Die Hand­werks­kam­mer für Mün­chen und Ober­bay­ern warnt vor ei­ner Ab­zo­cke, de­nen Hand­wer­ker zum Op­fer fal­len. Die An­ru­fer wür­den ei­ne be­ste­hen­de Ver­trags­be­zie­hung vor­gau­keln. Da­bei wer­den Sug­ges­tiv­fra­gen ge­stellt, die bei Zu­stim­mung zur Zah­lungs­ver­pflich­tung füh­ren kön­nen.

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