Ex-Kick­box-Welt­meis­ter er­schos­sen

tz - - MÜNCHEN+REGION -

Mu­sa Mu­sa­laev (37) be­sitzt ei­nen ei­ge­nen Ein­trag im On­li­ne-Le­xi­kon Wi­ki­pe­dia: Sei­ne Er­fol­ge un­ter dem Kampf­na­men „Prinz von Ta­tars­tan“sind da auf­ge­lis­tet – mehr­fa­cher Kick- box- und Mar­ti­al-Arts-Welt­meis­ter. Ein K.o.-Schlä­ger. Im Ring ak­tiv war er aber nicht mehr. Doch nun kam plötz­lich ein letz­ter Ein­trag hin­zu: „… aus bis­lang un­ge­klär­ten Grün­den vor sei­nem Haus in Neu-Ulm er­schos­sen“.

Tat­säch­lich spiel­ten sich am Frei­tag­abend vor der Woh­nung des Rus­sen, der aus der au­to­no­men Re­pu­blik Ta­tars­tan stammt, schreck­li­che Sze­nen ab. Ein mit Sturm­hau­be mas­kier­ter At­ten­tä­ter schoss mehr­mals auf den 37-jäh­ri­gen Fa­mi­li­en­va­ter. Der frü­he­re Su­per­Kick­bo­xer ging schwerst ver­letzt zu Bo­den und starb. Nach den Schüs­sen rann­te der Mas­kier­te zu ei­nem Au­to, stieg an der Bei­fah­rer­sei­te ein, ein Kom­pli­ze gab Gas.

Ei­ne Er­mitt­luns­grup­pe der Kri­po Neu-Ulm (Hin­wei­ste­le- fon 07 31/8 01 32 81) ar­bei­tet mit Hoch­druck und prüft Ver­bin­dun­gen zu ei­nem Fall in Bie­tig­heim-Bis­sin­gen. Dort war im April Ser­gej N., In­ha­ber ei­ner Kampf­sport­schu­le (35), eben­falls vor sei- nem Wohn­haus er­schos­sen wor­den. Auch er war frü­her Kick­box-Welt­meis­ter.

Wäh­rend der „Prinz“da­heim als Pro­mi galt, leb­te er in Schwa­ben be­schei­den in ei­nem an­ony­men Hoch­haus.

Fo­to: wi­ki­pe­dia/crea­ti­v3minds

Mu­sa Mu­sa­laev mit sei­nen Welt­meis­ter­gür­teln. Am Frei­tag­abend wur­de er in Neu-Ulm er­schos­sen

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