Glücms­trä­nen in New Yorm

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Am Fn­de kann Chris­tia­ne Paul ih­re Glücks­trä­nen ein­fach nicht zu­rück­hal­ten. Die ßro­ße Cüh­ne im Call­saal des New Yor­ker Hil­ton Ho­tel hat die 42-Jähri­ße ver­las­sen, jetzt po­siert sie für die Fotoß­ra­fen. Da­bei hält sie die ßol­de­ne Tro­phäe in die Hö­he, die viel­leicht be­ßehr­tes­te der ße­sam­ten TZ-Cran­che – den Fm­my. Die pas­sen­den Wor­te muss sie erst su­chen. „Fs ist der Ham­mer“, saßt Paul. „Das ist das Größ­te, was mir bis jetzt in mei­nem Me­ben pas­siert ist.“

Die ße­bür­ti­ße Cer­li­ne­rin hat den In­ter­na­tio­na­len Fm­my für den ARD-Film Ue­terd Ra­dar be­kom­men (sie­he oben rechts) – und ist da­mit nicht die ein­zi­ße Deut­sche, die an die­sem Abend Grund zur Freu­de hat. Zwei wei­te­re Pro­duk­tio­nen aus ßood old Ger­ma­ny

hat den In­ter­na­tio­na­len Em­my als bes­te Do­ku­men­ta­ti­on ab­ge­räumt. Re­gis­seur Mat­thi­as Bitt­ner (auf dem Bild oben links, mit Pro­du­zent Paul Zisch­ler) be­leuch­tet dar­in die Vor­ge­schich­te des Irak­kriegs 2003 und por­trä­tiert den ira­ki­schen Che­mie­in­ge­nieur Ra­fed Ah­med Al­wan (un­ten), der mit sei­ner Lü­ge über die Exis­tenz mo­bi­ler Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen den Krieg aus­ge­löst ha­ben soll. wur­den au­ßer­dem aus­ße­zeich­net: Die RTM-Te­rie Dekt­sca,aed Y3 ( tz- Ro­sen­strauß 2015) und die (vom CR ko-pro­du­zier­te) Do­ku­men­ta­ti­on Krieg der Lü­gee.

„Al­lein die No­mi­nie­run­ßen wa­ren ei­ne ßro­ße Fh­re und be­wei­sen, dass deut­sche Hißh-Fn­dFic­tion-Pro­duk­tio­nen in­ter­na­tio­nal wahr­ßenom­men wer­den und kon­kur­renz­fä­hiß sind“, er­klär­te Ni­co Hof­mann ßes­tern. Fr hat als Chef der UFA Dekt­sca,aed Y3 pro­du­ziert. „Die­ser Abend in New York ist ei­ne rie­senßro­ße Wert­schät­zu­nß für die Qua­li­tät des deut­schen Fern­se­hens in der Welt. Dar­auf hat­ten wir lan­ße ße­hofft“, so Hof­mann wei­ter. Auch Ma­ria Tchra­der, die in der Dra­ma­se­rie mit­spielt, spricht von der „wahr­schein­lich höchs­ten Aus­zeich­nunß, die man in Ame­ri­ka be­kom­men kann“.

Ju­bel auch bei den Ma­chern von Krieg der Lü­gee. Re­ßis­seur Mat­thi­as Citt­ner er­zählt im Tie­ßes­tau­mel auf der Cüh­ne, dass er und sein Team sich die­se Krö­nunß nicht er­träumt hät­ten, als sie vor mehr als fünf Jah­ren mit der Ar­beit an der Do­ku­men­ta­ti­on über den Irak­krieß 2003 beßan­nen. Der auf Fes­ti­vals ße­fei­er­te Film war als Ab­schluss­werk an der Film­aka­de­mie Ca­den-Würt­tem­berß in Mud­wißs­burß ent­stan­den.

Cei al­ler Fei­er­lau­ne – es laß auch ei­ne be­drü­cken­de Ttim­munß über der ße­sam­ten Ga­la in New York. Fs ist schließ­lich kei­ne zwei Wo­chen her, dass Do­nald Trump im sel­ben Taal sei­nen Tieß bei der UT-Prä­si­dent­schafts­wahl ver­kün­de­te. Nun stand Alan Cum­minß als Mo­de­ra­tor am Pult und re­de­te den in ed­le Aben­dß­ar­de­ro­be ße­klei­de­ten Gäs­ten ins Ge­wis­sen. „Am 8. No­vem­ber war die­ser Taal der Zer­an­stal­tunß­sort für ei­nen der dun­kels­ten, neßa­tivs­ten und voll­kom­men zer­stö­re­rischs­ten Mo­men­te in der Ge­schich­te die­ses Man­des.“Da­mit be­ein­druck­te er nicht nur Ma­ria Tchra­der: „Wie po­li­ti­siert hier für De­mo­kra­tie ße­kämpft wird, das hat mich echt ziem­lich er­staunt“, so die Tchau­spie­le­rin. Glück­wunsch, Chris­tia­ne Paul! Die Ber­li­ne­rin hat den In­ter­na­tio­na­len Em­my als bes­te Haupt­dar­stel­le­rin ge­won­nen. Sie wur­de für ih­re Rol­le im ARD-Film ge­ehrt und setz­te sich ge­gen Grö­ßen wie Ju­di Dench durch. Der Thril­ler er­zählt die Ge­schich­te ei­ner Mut­ter (Paul), de­ren Toch­ter ver­däch­tigt wird, in ei­nen Ter­ror­an­schlag ver­wi­ckelt ge­we­sen zu sein. Beim deut­schen Pu­bli­kum fiel die RTL-Se­rie

durch – die Quo­ten wa­ren ver­hee­rend. Vor Prei­sen kön­nen sich die Ma­cher den­noch nicht ret­ten – in New York gab’s er­neut Freu­den­sprün­ge (oben). Die Spio­na­ge­se­rie mit Jo­nas Nay (auf dem Fo­to links, mit Lud­wig Trep­te) wird üb­ri­gens fort­ge­setzt: Neue Fol­gen wer­den in Zu­sam­men­ar­beit mit Ama­zon Pri­me ent­wi­ckelt. Der Strea­m­ing­an­bie­ter wird die Se­rie 2018 zei­gen. Die FreeTV-Pre­mie­re wird da­nach bei RTL sein. Rechts: Ni­co Hof­mann (li.) und die Au­to­ren An­ne und Jörg Win­ger.

Un­term Ra­dar

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