Job weg, Haus weg

tz - - SPORT - DS.

Ba­rack Oba­ma hat­te so ei­ne Vor­ah­nung. „Ist nicht so gut ge­lau­fen in Cos­ta Ri­ca, oder?“, frag­te der schei­den­de USPrä­si­dent Jür­gen Klins­mann beim Abend­es­sen in il­lus­trer Run­de in Ber­lin. „Nein, Mr. Pre­si­dent, es lief gar nicht gut“, muss­te der Na­tio­nal­trai­ner der US-Fuß­bal­ler am Ran­de des Din­ners bei Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel antworten – vier Ta­ge spä­ter wur­de Klins­mann ent­las­sen.

Das En­de sei­ner Ära hat­te sich nach den ver­gan­ge­nen Tief­schlä­gen an­ge­deu­tet. In der ent­schei­den­den Qua­li­fi­ka­ti- ons­run­de Nord- und Mit­tel­ame­ri­kas zur WM 2018 ver­lo­ren die USBoys erst ge­gen den Erz­ri­va­len Me­xi­ko 1:2, dann in Cos­ta Ri­ca 0:4. Das von Klins­mann selbst aus­ge­ru­fe­ne Fern­ziel, in knapp zwei Jah­ren in Russ­land ins WM-Halb­fi­na­le zu kom­men, schien uto­pisch.

Als Nach­fol­ger für Klins­mann wird ein al­ter Be­kann­ter ge­han­delt: Bru­ce Are­na, der die Mann­schaft be­reits von 1998 bis 2006 be­treu­te und ak­tu­ell Trai­ner bei LA Ga­la­xy ist.

Klins­mann leckt der­weil sei­ne Wun­den. Nicht nur ist der Job weg, vor zwei Wo­chen ver­lor Klin­si beim Ver­kauf sei­nes Hau­ses auch noch 400 000 Dol­lar. An­fang des Jah­res hat­te er sei­ne Vil­la im no­blen New­port Beach zum Ver­kauf aus­ge­schrie­ben. Knapp 2,4 Mil­lio­nen soll­te sie kos­ten. Of­fen­bar ein zu stol­zer Preis für das 300 Qua­drat­me­ter gro­ße Do­mi­zil (vier Schlaf­zim­mer, vier Bä­der, im Land­haus-Stil re­no­vier­te Kü­che). Da nie­mand an­biss, re­du­zier­te er den Preis auf 2,1 Mil­lio­nen. Für zwei Mil­lio­nen be­kam nun ein In­ter­es­sent den Zu­schlag.

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