Bom­ben-Op­fer: Klei­ners Ge­schäft ist Ge­schich­te

tz - - POLITIK - NI­NA BAUTZ

Das gro­ße Flam­men­In­fer­no in der Fei­litzsch­stra­ße (sie­he Fo­to oben) – es zer­stör­te das kom­plet­te Schuh- und Be­klei­dungs­ge­schäft von Ron­ny Klei­ner (43). Auch sei­ne Bou­tique Bliss ist Ge­gen­stand des Ge­richts­pro­zes­ses, ihn hat die Bom­ben­ka­ta­stro­phe 2012 be­son­ders hart ge­trof­fen.

„Ich konn­te mei­nen La­den da­nach fünf Mo­na­te nicht mehr öff­nen, al­les muss­te kern­sa­niert wer­den“, er­zählt Klei­ner jetzt der tz. Kein Wun­der: Sei­ne Bou­tique war in dem Haus, das di­rekt an die Ex­plo­si­ons­stel­le an­grenz­te. Im­mer­hin: Die Ver­si­che­rung ha­be ihm den Scha­den ge­zahlt, sagt Ron­ny Klei­ner. Wie viel er be­kom­men hat, will er nicht sa­gen. In ei­nem frü­he­ren In­ter­view mit der tz war Klei­ner von ei­nem Scha­den von min­des­tens 150 000 Eu­ro aus­ge­gan­gen.

Mit dem Geld konn­te der Ge­schäfts­mann die Bou­tique zwar wie­der er­öff­nen, ge­hol­fen hat ihm das letzt­lich aber nicht. Er hat nach zwölf Mo­na­ten wie­der dicht­ge­macht. „Ich ha­be in der Pau­se vie­le Stamm­kun­den und Ver­trä­ge mit Haupt­fir­men ver­lo­ren, die Ver­lus­te wa­ren zu groß.“Seit­her be­treibt Klei­ner ei­nen Onlinehandel, er­holt hat er sich aber nicht. „Ich lei­de noch im­mer.“

Trotz al­lem hegt Ron­ny Klei­ner kei­nen Groll ge­gen die Stadt oder gar ge­gen die Spreng­meis­ter. „Kei­ner kann et­was da­für, dass es ge­brannt hat. Hier hat nie­mand ei­nen Feh­ler be­gan­gen“, sagt er mit Blick auf den Pro­zess. „Das Stroh, das ge­brannt hat, war wich­tig, um die Druck­wel­le ab­zu­fe­dern. Sonst wä­ren die Häu­ser kom­plett zer­stört ge­we­sen.“

Fo­tos: Bod­mer

Ron­ny Klei­ners Ge­schäft ist da­mals kom­plett aus­ge­brannt. Lin­kes Fo­to: die Zer­stö­rung von oben

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