Kat­zen-Gestank kos­tet 30 000 €

tz - - MÜNCHEN+REGION - N. GUT

Ein Be­am­ter (46) und sei­ne Fa­mi­lie wa­ren glück­lich, als sie in Zang­berg (Kreis Mühl­dorf) ein 140 Qua­drat­me­ter gro­ßes, ge­müt­li­ches Haus mit viel Holz fan­den. Doch die Freu­de währ­te nur kurz. Als sie ein­zo­gen, stieg ih­nen ein tie­ri­scher Ge­ruch in die Na­se: Kat­zen­u­rin. „Vor al­lem im Som­mer, wenn es warm und feucht ist, ist es un­er­träg­lich“, sagt Jörg R.

Der Be­am­te ließ das Haus von ei­nem Sach­ver­stän­di­gen über­prü­fen. Er­geb­nis: Das Haus sei „mas­siv“mit Kat­zen­u­rin ver­seucht. Schuld sind die Kat­zen der Vor­be­sit­zer. Ein Be­triebs­schlos­ser (51) und sei­ne Frau hat­ten stets zwei bis sie­ben Stu­ben­ti­ger ge­hal­ten.

Die neu­en Ei­gen­tü­mer klag­ten, da die Sa­nie­rung des Hau­ses, das 297 000 Eu­ro kos­te­te, rund 56 000 Eu­ro ver­schlin­gen wer­de. Das Land­ge­richt Traun­stein wies die Kla­ge zu­nächst ab. Doch vor dem Ober­lan­des­ge­richt München sah es ges- tern an­ders aus. Die Rich­ter sa­hen die Tier­hal­ter in der Ver­ant­wor­tung. Laut dem Gut­ach­ten des Sach­ver­stän­di­gen ha­be es kaum ei­ne Stel­le in dem Zang­berger Haus ge­ge­ben, „wo nicht hin­ge­bieselt wor­den ist“. Dar­auf­hin stimm­te der Kat­zen­hal­ter ei­nem Ver­gleich über 30 000 Eu­ro zu.

Fo­to: S. Jantz

Jörg R. klag­te – und be­kam Recht

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