Im sieb­ten Him­mel

tz - - MENSCHEN - MA­RIA ZSOLNAY

Die­ser An­blick macht glück­lich. München strahlt und glänzt, liegt fried­lich fun­kelnd im vor­weih­nacht­li­chen Glanz ei­nem zu Fü­ßen. Un­will­kür­lich muss man an das Eu­gen Roth’sche Zitat den­ken: Vom Ernst des Le­bens halb ver­schont ist der schon , der in München wohnt. Vor al­lem wenn man in der teu­ers­ten Lu­xusIm­mo­bi­lie der Stadt lo­giert, mit voll­ver­glas­ter Fens­ter­front, uni­for­mier­tem Por­tier und – die Krö­nung – ei­nem maß­an­ge­fer­tig­ten Whirl­pool, von dem aus man sin­nie­rend auf die Frau­en­kir­che bli­cken kann. Diet­mar Holz­ap­fel und Ehe­mann Sepp Satt­ler ha­ben sich in der Mül­ler­stra­ße sie­ben für fünf Mil­lio­nen Eu­ro die „hal­be zwölf­te Eta­ge“ge­kauft. Die Ma­cher und In­ha­ber der Deut­schen Ei­che hat der gi­gan­ti­sche Aus­blick über ih­re Lieb­lings­stadt bei der ers­ten Be­sich­ti­gung „to­tal um­ge­hau­en“. Sie kauf­ten, rich­te­ten ein, doch blie­ben samt Hund in ih­rem ge­müt­li­chen Haus in Tauf­kir­chen woh­nen. Und das Loft? Je­an-Paul Gaul­tier ha­be hier mal ge­wohnt, Tat­ort wur­de ge­dreht – doch am Di­ens­tag­abend füll­te sich das Lu­xus­loft mit be­son­ders viel Le­ben und Lei­den­schaft. Na­ta­lie Schmid, weit mehr als nur Bür­ger­meis­ters-Gat­tin, bat zu ei­nem Be­ne­fi­zDin­ner hoch über den Dä­chern von München. Für München, ge­nau­er ge­sagt für „Münch­ner, die un­ver­schul­det in Not ge­ra­ten sind“, so Na­ta­lie Schmid, die vor über ei­nem Jahr da­für ei­nen Ver­ein ( Münch­ner für Münch- ner) ge­grün­det hat. Man hel­fe al­lein­er­zie­hen­den Müt­tern, Se­nio­ren, bei de­nen es nicht zum Nö­tigs­ten rei­che, De­menz­kran­ken oder, mit den Spen­den die­ses Abends, ei­nem run­ter­ge­kom­me­nen Heim für blin­de al­te Frau­en. Eben de­nen, die in un­se­rer Stadt nicht auf der Son­nen­sei­te ste­hen.

Kras­ser könn­te der Ge­gen­satz an die­sem Abend nicht sein. Das wis­sen auch die, die ge­kom­men sind, um or­dent­lich zu spen­den. „Wir sind ei­ne wun­der­ba­re, ei­ne rei­che Stadt. Und ich fin­de, wir müs­sen auch den nor­ma­len Leu­ten hier hel­fen, die zu kurz kom­men“, sagt Hans Ham­mer, Be­sit­zer der Schran­nen­hal­le.

Da­mit Spen­den Spaß macht, gab es für die Lo­se à 50 Eu­ro klei­ne bis groß­for­ma­ti­ge Prei­se. Ei­ne Rat­haus­füh­rung mit Sep­pi Schmid bei­spiels­wei­se oder ei­ne XLFo­to­gra­fie von Micha­el von Has­sel, die An­na von Bay­ern ge­wann. Wun­der wit­zig: Ka­ba­ret­tist und Mu- sik­ge­nie An­dré Hart­mann, der zwi­schen dem Drei-Gän­ge-Me­nü Ex-Kanz­ler Ger­hard Schrö­der, An­ge­la Mer­kel und Chris­ti­an Ude gab; Hart­mann ist auch Teil der – noch nicht be­rühm­ten, aber be­zau­bern­den Band Black Pack – be­ste­hend aus Bür­ger­meis­ter Schmid, Adi Brunn und Ro­sen­heim- CopSchau­spie­ler und Sän­ger Chris­ti­an Scha­ef­fer, der mit Songs von Frank Si­na­tra be­geis­ter­te. Eben­falls mit da­bei: PR-La­dy Alex­an­dra Köhn­lech­ner, Do­ro­thée Sch­le­reth (Der­ag Ho­tels), die Ver­eins-Mit­grün­de­rin­nen Syl­via Phil­ipp, Ilona Groß und Dr. Gi­se­la Mos­ler, die mit ih­rem Mann Ha­rald ei­ne fünf­stel­li­ge Sum­me spen­de­te.

Mehr In­fos zu dem Ver­ein auch un­ter www.mu­ech­ner-fu­er­mu­ech­ner.de

Ga­la mit Aus­sicht und Band. Am Mi­kro: Chris­ti­an Scha­ef­fer; am Schlag­zeug: Sepp Schmid, der mit ei­ner F.X. Mayr-Kur fünf Ki­lo ab­ge­nom­men hat Von dem ehe­ma­li­gen Heiz­kraft­werk, das jetzt Lu­xus­lofts be­her­bergt und „The Se­ven“heißt, hat man von der 12.Eta­ge aus die­sen gi­gan­ti­schen Blick. Den ge­nos­sen die Gäs­te von Na­ta­lie Schmid, Sepp Satt­ler (li.) und Diet­mar Holz­ap­fel Stif­te­te ei­ne Fo­to­gra­fie von ei­nem Was­ser­fall in Is­land: Künst­ler Micha­el von Has­sel

Fo­tos: dpa Fo­tos: Heinz Weiß­fuß

En­ga­gie­ren sich für Münch­ner in Not: Hans und Chan­tal Ham­mer Sie sind das Black Pack: Chris­ti­an Scha­ef­fer (v.li.), Adi Brunn, Sep­pi Schmid und An­dré Hart­mann Kauf­ten je­de Men­ge Lo­se: Sa­bi­ne und Fe­lix Eich­bau­er

Spen­da­ble Gäs­te: Ma­nu­el von Bay­ern mit Ehe­frau An­na (li.) und Au­to­rin El­ke Reich­art

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