Free­style-Star Be­ne Mayr über die Trai­nings­mög­lich­kei­ten in der Münch­ner Hal­le

tz - - MENSCHEN -

Olym­pia­teil­neh­mer Be­ne Mayr be­rei­tet sich ge­ra­de auf die an­ste­hen­de Free­ri­de World Tour vor. Im In­ter­view er­klärt der 27-jäh­ri­ge Free­ri­der, wie wich­tig ei­ne Ein­rich­tung wie das Gra­vi­ty­Lab für sei­nen Sport ist.

Wie oft trai­nie­ren Sie im Gra­vi­ty­Lab?

Mayr: Wann im­mer ich in München bin. Ei­ne Ses­si­on dort macht viel mehr Spaß, als sich im Kraft­raum zu schin­den.

Gibt es meh­re­re Hal­len die­ser Art in Deutsch­land?

Mayr: Der Al­pen­raum ist, was Free­style Sport­ar­ten be­trifft, ein Ent­wick­lungs­land. Die Hal­le in München ist ein­zig­ar­tig in Deutsch­land. In Ös­ter­reich tut sich zwar lang­sam et­was, in der Schweiz gibt es klei­ne­re Hal­len. Doch das ist al­les nichts im Ver­gleich zu den Trai­nings­mög­lich­kei­ten für Free­sty­ler in den USA.

Als Olym­pia­teil­neh­mer 2014 in der Dis­zi­plin Slope­style hät­ten Sie sich wahr­schein­lich ei­ne Hal­le wie das Gra­vi­ty Lab schon frü­her ge­wünscht?

Mayr: Al­ler­dings! Für gu­tes In­doorTrai­ning muss­ten wir da­mals nach USA oder Neu­see­land rei­sen. Hier gab’s nix. Ent­spre­chend froh sind al­le Free­sty­ler, dass es die Hal­le in München gibt.

Deutsch­land hinkt auch im Be­reich der Snow­parks hin­ter­her.

Mayr: Ab­so­lu­tes Brach­land! Hier gibt es nichts auf Wett­kampf­ni­veau. In der Vor­be­rei­tung fah­ren wir da­her al­le am Snow­park Stu­bai Zoo. Wie schwie­rig ist es, ei­nen Sprung, den man in der Hal­le übt, erst­mals drau­ßen auf ei­nen rie­si­gen Ki­cker zu über­tra­gen? Mayr: Man fängt klein an und stei­gert sich. Frü­her wur­den Sprün­ge in­door kaum trai­niert. Heu­te ha­ben wir ne­ben dem Tram­po­lin ganz an­de­re Mög­lich­kei­ten. Wir trai­nie­ren mit Ski­ern auf Was­ser­schan­zen, kön­nen aber auch in ent­spre­chen­den Hal­len wie in München mit an­ge­schnall­ten Roll­ski in ei­ne Schnit­zel­gru­be oder ein Luft­kis­sen sprin­gen. Gro­ße, rich­tig schwe­re Sprün­ge übt man da­bei zwar nicht, aber um die Grund­la­gen zu trai­nie­ren, um ein Ge­fühl da­für zu be­kom­men, wie es sich an­fühlt, mit Ski­ern an den Bei­nen über Kopf zu dre­hen, ist das ge­ra­de­zu per­fekt. Für den Ein­stieg sind Hal­len die­ser Art ide­al. Bes­ser geht es nicht.

Für Kin­der muss so ei­ne Hal­le doch der Traum sein?

Mayr: Al­ler­dings! Sich in ei­ner Hal­le wie dem Gra­vi­tiyLab un­ter fach­kun­di­ger An­lei­tung aus­to­ben zu dür­fen, ist für Kin­der ei­ne rie­sen Gau­di. Sie bau­en da­bei ganz spie­le­risch ih­re kör­per­li­chen, vor al­lem mo­to­ri­schen Fä­hig­kei­ten aus. Ganz ehr­lich: Gra­vi­tiyLab ist ein Be­we­gungs­pa­ra­dies für al­le.

Tref­fen Sie im Gra­vi­ty­Lab auf an­de­re Pro­fi Free­ri­der oder ist die Hal­le noch ein Ge­heim­tipp?

Mayr: Die bes­ten deut­schen Free­s­kier wie et­wa Sa­b­ri­na Cak­makli sind dort re­gel­mä­ßig an­zu­tref­fen, in Kür­ze wer­den auch die Nor­we­ger in München trai­nie­ren. Da es sol­che Hal­len in Eu­ro­pa nicht häu­fig gibt, wird das An­ge­bot auch ent­spre­chend ge­nutzt.

Free­sty­ler Be­ne Mayr schwört auf das Gra­vi­ty­Lab

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