Föhn­la­ge

tz - - BUNT GEMISCHT -

Wie ent­steht ei­gent­lich der ty­pisch baye­ri­sche Föhn? hil­De­garD B., München Hier in Bay­ern ken­nen wir ihn al­le – die ei­nen lie­ben ihn für die da­mit ver­bun­de­ne glas­kla­re Sicht bis zu den Al­pen, die an­de­ren has­sen ihn für das Kopf­weh, das er aus­löst. Doch wie ent­steht er denn nun ei­gent­lich, der sa­gen­um­wo­be­ne Föhn? Es han­delt sich da­bei um ei­nen so­ge­nann­ten Fall­wind, der von Ita­li­en über die Al­pen nach Nor­den weht. Auf der Süd­sei­te steigt die Luft auf und ver­liert an Feuch­tig­keit, nörd­lich der Al­pen sinkt sie ab und er­wärmt sich be­son­ders schnell. Sie ist nun be­son­ders warm und klar, weil selbst die letz­ten Res­te an Feuch­tig­keit durch die Wär­me ver­duns­ten. So kann es bei Föhn selbst im Win­ter zu früh­lings­haf­ten Tem­pe­ra­tu­ren kom­men. Da der Staub der Luft auf der Süd­sei­te der Al­pen hän­gen bleibt, ist die Sicht bei Föhn­la­ge be­son­ders klar und reicht von Süd­bay­ern aus oft bis zu den Al­pen. Ist der Föhn­wind be­son­ders stark, ver­drängt er auch wol­ki­ge Luft – die­se steigt nach oben, wäh­rend sich die kla­re Föhn­luft dar­un­ter aus­brei­tet. Dies sorgt für das cha­rak­te­ris­ti­sche Föhn-Na­tur­schau­spiel, bei dem der Him­mel wie von ei­nem Mes­ser ge­teilt er­scheint.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.