Lie­bes­grü­ße an Scar­lett

8:4! Reus & Co. im Rausch, nur Tor­wart Wei­den­fel­ler mo­sert

tz - - SPORT -

Die Ju­bel- und Lie­bes­grü­ße von Mar­co Reus gin­gen hin­auf zur Tri­bü­ne, hin­auf zu sei­ner Freun­din Scar­lett Gart­mann (23). „So stellt man sich ei­ne Rück­kehr doch vor“, sag­te der 27-Jäh­ri­ge Na­tio­nal­spie­ler nach der 8:4-Ga­la in der Cham­pi­ons Le­ague ge­gen Le­gia War­schau. „Das war dop­pelt und drei­fach schön.“Bei sei­nem Come­back nach 185-tä­gi­ger Lei­dens- und Ver­let­zungs­zeit steu­er­te Reus zwei To­re – das drit­te wer­te­te die UE­FA als Ei­gen­tor – und zwei Vor­la­gen bei. Bei der Do­ping­pro­be hat­te er grö­ße­re Ab­schluss­pro­ble­me als ge­gen Le­gia – erst um kurz vor ein Uhr schlurf­te er ge­schafft, aber über­glück­lich zu ei­ner schi­cken Li­mou­si­ne und ließ sich heim­fah­ren. Mit ei­nem be­son­de­ren Sou­ve­nir auf dem Schoß: „Auf dem Spiel­ball las­se ich noch al­le Jungs un­ter­schrei­ben, dann be­kommt er ei­nen Eh­ren­platz.“Erst wenn es am Wo­che­n­en­de in Frank­furt auf die Kno­chen gibt, wenn es bei Re­al Ma­drid am 7. De­zem­ber um den Grup­pen­sieg geht, wird sich zei­gen, wie ro­bust Reus ist: „Ich füh­le mich hun­dert Pro­zent sta­bil. Bis ich hun­dert Pro­zent fit bin, wird es dau­ern.“Den Tag des of­fe­nen To­res ge­gen die Po­len fan­den üb­ri­gens nicht al­le lus­tig. Be­son­ders an­ge­fres­sen war Ro­man Wei­den­fel­ler, der den ver­letz­ten Ro­man Bür­ki auch in den kom­men­den Wo­chen ver­tre­ten wird. Sein Fa­zit: „Als Tor­wart war es be­schei­den.“Tho­mas Tu­chel nann­te das Spiel sur­re­al. „So et­was ha­be ich noch nicht er­lebt“, be­rich­te­te der BVB-Trai­ner. „Wir ha­ben im De­fen­siv-Ver­hal­ten deut­lich Luft nach oben. Ro­man tut mir leid.“Dann wä­re noch zu klä­ren, war­um an­stel­le von So­kra­tis, den Tu­chel auf­stel­len woll­te, Marc Bar­tra in der Start­elf stand. „Ein in­ter­ner Über­mitt­lungs­feh­ler“, so BVB-Pres­se­spre­cher Sa­scha Flig­ge. Und der Trai­ner spiel­te das The­ma her­un­ter: „Un­se­re Auf­stel­lung war gut so, wie sie war.“Ei­ne St­un­de vor Spiel­be­ginn hat­te der BVB die Mann­schaft an die Ue­fa über­mit­telt, in der Bun­des­li­ga hät­te sich ein sol­cher Pat­zer bis zum An­pfiff kor­ri­gie­ren las­sen, nicht je­doch in der Cham­pi­ons Le­ague. Die ein­zi­ge Mög­lich­keit wä­re ge­we­sen, Bar­tra doch noch mit So­kra­tis zu tau­schen – in dem Fall hät­te Bar­tra nicht mal auf der Bank sit­zen dür­fen, und das Wech­sel­kon­tin­gent wä­re vor dem An­stoß be­las­tet ge­we­sen. Aber viel wich­ti­ger war oh­ne­hin, dass Reus spiel­te…

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