Ein Prinz kämpft mit dem Ge­wis­sen

tz - - MÜNCHEN+REGION -

Re­si­denz­thea­ter, 20 Uhr: Ein Ge­ne­ral tut tak­tisch das Rich­ti­ge. Doch da er sich dem Be­fehl sei­nes Herr­schers ver­wei­gert hat und ei­gen­mäch­tig han­del­te, soll er zum To­de ver­ur­teilt wer­den. Das Gr­und­di­lem­ma in Hein­rich von Kleists Prinz Fried­rich von Hom­burg ist heu­te nur noch in Tei­len nach­voll­zieh­bar. Das Stück spielt in der Zeit des preu­ßi­schen Ab­so­lu­tis­mus. Das Di­lem­ma der Haupt­fi­gur aber be­steht nach wie vor: Das Ich ringt um Ei­gen­ver­ant­wort­lich­keit, wird zugleich je­doch von der Ge­sell­schaft star­ren Re­geln un­ter­wor­fen. Da­vid Bösch hat das Werk in abs­trak­ten Bil­dern fürs Re­si­denz­thea­ter in­sze­niert. (Ma­xJo­seph-Platz 1, 14– 44 €)

F.: Pohl­mann

Shen­ja La­cher, Ul­ri­ke Wil­len­ba­cher und Frie­de­ri­ke Ott (v. l.) in Hein­rich von Kleists „Prinz Fried­rich von Hom­burg“

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