Nach­bars Wur­zeln ma­chen Är­ger

tz - - MENSCHEN - EL­KE UND THO­MAS D., MÜN­CHEN SVS

Un­ser Nach­bar hat vie­le Bäu­me und Sträu­cher ent­lang der Grund­stücks­gren­ze, mitt­ler­wei­le sind sie bis zu 30 Me­ter hoch. Je­des Jahr müs­sen wir ihn auf­for­dern, sei­nen Baum- und Strauch­rück­schnitt durch­zu­füh­ren. Jetzt ist er so­gar noch weg­ge­zo­gen und küm­mert sich gar nicht mehr dar­um. Ein­schrei­ben kom­men mit dem Ver­merk „nicht ab­ge­holt“zu­rück. Jetzt schi­cken wir die Ein­wur­fein­schrei­ben an die Nach­bar­an­schrift und die neue An­schrift in dop­pel­ter Form, um si­cher­zu­ge­hen, dass über­haupt ein Brief an­kommt. Durch die Wur­zeln der Bäu­me ist un­ser Pflas­ter im Hof schon der­ma­ßen an­ge­ho­ben, dass die St­ei­ne bald lo­se her­aus­nehm­bar sind. Müs­sen wir uns das ge­fal­len las­sen oder gibt es Ge­set­ze, die uns schüt­zen?

Der Ei­gen­tü­mer ei­nes Bau­ge­wach­se­nen Baum­wur­zeln ent­mes muss da­für Sor­ge tra­gen, fer­nen las­sen oder sie selbst ab­dass des­sen Wur­zeln nicht ins schnei­den und die Kos­ten vom Nach­bar­grund­stück hin­über­Nach­barn ver­lan­gen. Dies ent­wach­sen, er­klärt Ru­dolf Stür­zer, schied der Bun­des­ge­richts­hof Vor­sit­zen­der von Haus und (Az.: V ZR 99/03). Laut Amts­Grund Mün­chen. „Ver­letzt er ge­richt Mün­chen gilt dies auch, die­se Pflicht, ist er hin­sicht­lich wenn die Wur­zeln des Bau­mes der da­durch her­vor­ge­ru­fe­nen den Ra­sen des Nach­bar­grun­dBe­ein­träch­ti­gun­gen des Nach­stücks be­ein­träch­ti­gen (Az.: 121 bar­grund­stücks als Stö­rer ge­mäß C 15076/09). Pa­ra­graf 1004 des BGBs haf­tEin Grund­stücks­ei­gen­tü­mer bar.“Macht er das nicht, kann ist ver­pflich­tet, ge­ge­be­nen­falls der be­ein­träch­tig­te Grund­ei­ne so­ge­nann­te Wur­zel­sper­re stücks­ei­gen­tü­mer die hin­über- zu in­stal­lie­ren. Macht er das nicht, ist er für Schä­den haft­bar, die die Wur­zeln beim Nach­barn ver­ur­sa­chen. Es ent­las­tet ihn nicht, wenn ihm die Na­tur­schutz­be­hör­de un­ter­sagt, den Baum zu fäl­len oder des­sen Wur­zeln zu kap­pen, so das Land­ge­richt It­ze­ho­he (Az.: O 388/11). Nach An­sicht des Ge­richts ist der Grund­stücks­ei­gen­tü­mer grund­sätz­lich da­für haft­bar, wenn es durch das Wur­zel­werk sei­ner Pflan­zen oder Bäu­me auf dem Nach­bar­grund­stück zu Schä­den kommt.

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