St­a­chel­draht im Wohn­ge­biet

tz - - MENSCHEN - MAR­KUS M., STARNBERG

Seit mehr als zwei Jah­ren for­dern wir un­se­ren Nach­barn ver­ge­bens da­zu auf, den St­a­chel­draht­zaun zu ent­fer­nen, den er ent­lang der Gren­ze zu un­se­rem Grund­stück ge­zo­gen hat. Müs­sen wir im Wohn­ge­biet ei­nen St­a­chel­draht dul­den oder kön­nen wir ihn ver­kla­gen und ha­ben Chan­cen, dass er da­zu ver­ur­teilt wird, den Draht zu ent­fer­nen?

St­a­chel­draht­zäu­ne wir­ken nicht nur ver­un­stal­tend, son­dern kön­nen auch ei­ne Ge­fahr für Tie­re dar­stel­len, bei­spiels­wei­se für Kat­zen, sagt Ru­dolf Stür­zer, Vor­sit­zen­der von Haus und Grund Mün­chen. „Aber auch für Kin­der und an­de­re Per­so­nen kön­nen sie ge­fähr­lich sein, ins­be­son­de­re wenn sie über die Jah­re ins Ge­büsch ein­wach­sen und da­mit nicht mehr sicht­bar sind.“Be­steht dem­ent­spre­chend ei­ne Ge­fahr für die öf­fent­li­che Si­cher­heit, muss der Grund­stücks­ei­gen­tü­mer den St­a­chel­draht ent­fer­nen. So ent­schie­den das zum Bei­spiel das Ver­wal­tungs­ge­richt Min­den (Az.: 11 L 603/03) und das Ver­wal­tungs­ge­richt Ko­blenz (Az.: 7 K 2595/05). Wer ei­ne sol­che Ge­fah­ren­quel­le schafft, muss für ei­nen da­durch ent­ste­hen­den Scha­den auf­kom­men, al­so et­wa ei­ne zer­ris­se­ne Ja­cke er­set­zen, sagt Stür­zer.

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