Ho­möo­pa­thisch ge­gen Er­käl­tun­gen

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ie Heil­kräf­te der Na­tur – im­mer wie­der ste­hen sie im Mit­tel­punkt kon­tro­vers ge­führ­ter Dis­kus­sio­nen. Die ei­nen schwö­ren dar­auf, an­de­re zei­gen sich we­ni­ger über­zeugt. Doch nicht nur der rei­che Er­fah­rungs­schatz prak­ti­zie­ren­der Ärz­te und de­ren be­kann­tes Cre­do „Wer heilt, hat Recht“spricht für ei­nen brei­ten Ein­satz na­tur­heil­kund­li­cher The­ra­pi­en. Auch ei­ne Viel­zahl aus­sa­ge­kräf­ti­ger Wirk­stof­fe das mensch­li­che Im­mun­sys­tem deut­lich be­ein­flus­sen kön­nen, ist für ja­pa­ni­sche Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät To­kyo nichts Neu­es. Sie wie­sen bei Men­schen schon nach ei­nem ein­zi­gen aus­ge­dehn­ten Wald­spa­zier­gang ei­ne Ver­meh­rung spe­zi­el­ler kör­per­ei­ge­ner Immun­zel­len um et­wa 50 Pro­zent nach. Zwei Ta­ge im Wald führ­ten zu ei­ner 70-pro­zen­ti­gen Stei­ge­rung. In Ja­pan wer­den Wald­spa­zier­gän­ge schon seit den 80er Jah­ren ärzt­lich ver­ord­net und un­ter der Be­zeich­nung ‚Shin­rin-yo­ku‘ – et­wa als ‚Wald­ba­den‘ über­setz­bar – wis­sen­schaft­lich sys­te­ma­tisch er­forscht. Ver­ant­wort­lich für sol­che ge­sund­heits­för­dern­den Pro­zes­se sind ganz of­fen­sicht­lich in der Wald­luft in ge­rings­ten Kon­zen­tra­tio­nen vor­kom­men­de flüch­ti­ge Koh­len­was­ser­stof­fe. Der USame­ri­ka­ni­sche Mi­kro­bio­lo­ge und No­bel­preis­trä­ger Sel­man Waks­man gab die­sen von Pflan­zen haupt­säch­lich zur Stei­ge­rung der ei­ge­nen Ab­wehr­kraft pro­du­zier­ten Stof­fen den Na­men ‚Phy­ton­ci­de‘. Wie auch im­mer sie ge­nannt wer­den – of­fen­sicht­lich rei­chen be­reits ex­trem nied­ri­ge Kon­zen­tra­tio­nen aus, um po­si­tiv auf un­se­re Ge­sund­heit zu wir­ken. Und ge­nau das ist auch ei­nes der Grund­prin­zi­pi­en der Ho­möo­pa­thie. Um die Wirk­sam­keit ei­nes der be­kann­tes­ten Ho­möo­pa­thi­ka ge­gen Er­käl­tungs­krank­hei­ten (Me­di­ton­sin, re­zept­frei in Apotheken) zu be­stä­ti­gen, un­ter­such­ten Me­di­zi­ner des For­schungs­in­sti­tuts HOT Screen aus Reut­lin­gen un­ter Ein­satz mo­derns­ter Zell­kul­tur-Tech­nik des­sen Wir­kung auf das mensch­li­che Im­mun­sys­tem. Die Er­geb­nis­se wa­ren eben­so neu wie ein­deu­tig. Schon ge­rings­te Kon­zen­tra­tio­nen des ent­hal­te­nen ho­möo­pa­thi­schen Tri­kom­ple­xes (dar­un­ter ver­ste­hen Ex­per­ten drei sich er­gän­zen­de ho­möo­pa­thisch auf­be­rei­te­te Na­tur­stof­fe) reich­ten aus, um ei­ne aus­ge­präg­te Ak­ti­vie­rung be­stimm­ter für die Im­mun­ab­wehr wich­ti­ger Bo­ten­stof­fe zu be­wir­ken. Die­se von Ex­per­ten als Zy­to­ki­ne be­zeich­ne­ten Stof­fe gel­ten heu­te als ein wich­ti­ges Si­gnal für die ver­stärk­te Bil­dung spe­zia­li­sier­ter Ab­wehr­zel­len. Der Kör­per hilft sich auf die­se Wei­se ge­wis­ser­ma­ßen selbst, ein­ge­drun­ge­ne Er­käl­tungs­vi­ren schnel­ler und ef­fek­ti­ver an­zu­grei­fen und aus­zu­schal­ten. Das ei­gent­li­che Grund­prin­zip der Ho­möo­pa­thie – näm­lich die Ak­ti­vie­rung der kör­per­ei­ge­nen Selbst­hei­lungs­kräf­te – konn­te mit die­sem in­no­va­ti­ven For­schungs­an­satz ein­drucks­voll be­stä­tigt wer­den. „Kon­se­quent schon bei den ers­ten Er­käl­tungs­zei­chen an­ge- wen­det“, so der Ex­per­te für Na­tur­heil­kun­de, Prof. Dr. Oli­ver Ploss, „müs­se sich der Ver­lauf ei­ner Er­käl­tung meist deut­lich ver­kür­zen, ihr voll­stän­di­ger Aus­bruch in vie­len Fäl­len so­gar ganz ver­mei­den las­sen.“

Fo­to: Whi­te Li­nes Me­dien­ser vices

War­me Klei­dung und ein gu­tes Im­mun­sys­tem – der bes­te Schutz ge­gen die kal­te Jah­res­zeit.

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