Herr Ober, bit­te!

tz - - BUNT GEMISCHT - U. v. c.

In den Re­stau­rants rief man frü­her nach dem „Fräu­lein“oder nach dem „Herrn Ober“. Heu­te gibt es we­der ein Fräu­lein noch ei­nen Herrn mehr. Was macht man heu­te, um sich be­merk­bar zu ma­chen? Ei­ne Spre­che­rin des Deut­schen Ho­tel- und Gast­stät­ten­ver­ban­des sagt: „Es gibt kei­ne ge­re­gel­te An­spra­che des Ser­vice­per­so­nals. Grund­sätz­lich gilt es, Blick­kon­takt auf­zu­neh­men, die Hand zu he­ben, oh­ne zu schnip­sen, und sich da­mit be­merk­bar zu ma­chen.“Be­kann­te, die in der Gas­tro­no­mie ar­bei­ten, ha­ben mir aber (ehr­lich) er­klärt: „Wenn je­mand winkt und wild ges­ti­ku­liert oder so­gar ir­gend­wo zupft, re­agie­re ich gar nicht. Da muss die­ser Je­mand sich ge­dul­den.“Un­auf­dring­li­cher Blick­kon­takt wür­de bei ei­ner „gu­ten Be­die­nung“ge­nü­gen. „Aber wenn ich so viel zu tun ha­be oder auch in der Kü­che sol­cher Hoch­be­trieb ist, dass er oder sie sich des­we­gen ge­dul­den muss, geh’ ich schnell hin und bit­te um Ver­ständ­nis.“In ei­ni­gen Lo­ka­len gibt es in­zwi­schen Na­mens­schil­der, was die An­re­de ver­ein­facht. An­sons­ten hilft oft ein „Ent­schul­di­gung, könn­te ich noch et­was be­stel­len?“Höf­lich­keit ist obers­tes Ge­bot. An­ders aus­ge­drückt: Wer freund­lich ist, be­kommt (meist) auch schnel­ler sein Es­sen ...

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.