„Uli ist nicht zu er­set­zen!“

tz - - SPORT - INT.: MA­NU­EL BON­KE, SVEN WESTERSCHULZE

Er ist ein baye­ri­sches Uni­kat und der größ­te Fan von Uli Ho­en­eß: Hi­as Ham­merl. Die tz hat den Mann mit der Kuh­glo­cke be­sucht und mit ihm über die heu­ti­ge Rück­kehr von Uli Ho­en­eß als Prä­si­dent des FC Bay­ern Mün­chen ge­spro­chen.

Herr Ham­merl, was wer­den Sie bei Ih­rer Wort­mel­dung am Frei­tag zu Uli Ho­en­eß sa­gen?

Hi­as Ham­merl: Schee, dass du wie­der da bist, Uli. Und ver­gelt’s Gott, dass du wie­der für uns als Prä­si­dent kan­di­dierst!

Was glaubt der Kult­fan, mit wie vie­len Stim­men wird Ho­en­eß als Prä­si­dent wie­der­ge­wählt?

Ham­merl: Ich schät­ze, mit 97 oder 98 Pro­zent! Mei, es ist halt über­all so, dass ir­gend­wo im­mer Neid, Miss­gunst oder Vor­ein­ge­nom­men­heit herr­schen. Sonst wür­de der Uli mit 100 Pro­zent der Stim­men ge­wählt wer­den.

Viel­leicht sind man­che auch we­gen sei­ner Vor­stra­fe skep­tisch...

Ham­merl: A gä, des ist al­les ver­ges­sen! Er hat sei­ne Stra­fe ab­ge­ses­sen, dar­um wird nicht mehr drü­ber gredt. Nur durch Uli sind wir der größ­te Ver­ein der Welt ge­wor­den! Sie ha­ben in den ver­gan­ge­nen Jah­res­haupt­ver­samm­lun­gen im­mer an Uli Ho­en­eß er­in­nert... Ham­merl: Ich ha­be stets ge­sagt: Wer ge­gen den Uli ist, der soll zu mir kom­men – dem er­zähl ich was! Und wie vie­le sind ge­kom­men? Kei­ner (schlägt mit der Faust auf den Tisch)! Was hat Ih­nen in derZei­toh­neHo­en­eß ge­fehlt? Ham­merl: Sei­ne Herz­lich­keit und die kla- ren Aus­sa­gen ha­be ich ver­misst. Der Ver­ein hat es oh­ne Uli auch gut ge­macht, da kann ich nicht schimp­fen – Hut ab vor Karl-Heinz Rum­me­nig­ge und Karl Hopf­ner.

Ist Uli Ho­en­eß das Herz des FCB? gibt ist lich. ent­wi­ckelt?Ham­merl:Sie Ham­merl:für kei­nenWie ken­nen­mich An­fang­nach­hat Wir un­er­setz­bar.zwei­ten Selbst­ver­ständ­lich!sich sich Rot­ter­dam­pas­sen­der seit die­sesU­li Jah­ren80-er ein­fach Ho­en­eß! Ver­hält­nis ge­flo­gen,sind per­sön-zam!wir Es Er und den zeug lernt. Uli­da ken­nenge-ha­beim Seit­dem Flug- ich schät­zen wir uns. schen Was Sie wün-sich von Uli Ho­en­eß, wenn er wie­der zu­Ham­merl: Ein­fach sei­ne Prä­senz und kla­re Wor­te! Der Weg, den der FC Bay­ern in sei­ner Ab­we­sen­heit Uli rück lau­fen. ein­ge­schla­gen­wie­derist? da ist, hat, wir­dist gut.es noch Aber bes­ser wenn

Ge­fällt Ih­nen die Vor­stel­lung von Phil­ipp Lahm als Ho­en­eß-Nach­fol­ger?

Ham­merl: Der Uli ist ein Uni­kat, da brau­chen wir nicht drü­ber re­den. Aber Lahm kommt spä­ter ein­mal auf al­le Fäl­le in die FCB-Füh­rung. Der Uli wä­re ein gu­ter Men­tor für ihn.

Glau­ben Sie, dass es auch der Mann­schaft gut­tut, wenn Ho­en­eß wie­der Prä­si­dent ist?

Ham­merl: Frei­lich! Er reißt ja auch im­mer die Spie­ler mit, und das zeich­net ihn aus. Da­durch ist der FCB erst das ge­wor­den, was er heu­te ist. Die Er­fol­ge sind mit Uli ge­kom­men, weil er eben so ei­nen po­si­ti­ven Ein­fluss auf die Spie­ler hat.

Denkt der FCB mit Ho­en­eß künf­tig wie­der mehr an die Fans aus dem Um­land?

Ham­merl: Zu 100 Pro­zent denkt Uli ver­mehrt an die Fans aus der Um­ge­bung. Die In­ter­na­tio­na­li­sie­rung ge­hört aber auch da­zu, wir sind ja ein in­ter­na­tio­na­ler Ver­ein. Es ge­fällt uns, dass wir ein Welt­ver­ein ge­wor­den sind. Es ist doch schön, wenn der FC Bay­ern über­all auf der Welt Sym­pa­thi­en hat.

Aber die baye­ri­sche Tra­di­ti­on ist für den Ver­ein schon wichtig, oder?

Ham­merl: Un­ser Ver­ein heißt nicht um­sonst FC Bay­ern. Dar­um ge­fal­len mir Spie­ler wie Mül­ler und Lahm, weil mir das Baye­ri­sche am Her­zen liegt. Ich ha­be ja auch schon kri­ti­siert, dass die Spie­ler wäh­rend der In­ter­views nicht bai­risch re­den. Lahm und Mül­ler sind doch Ober­bay­ern. Es wä­re schön, wenn man das öf­ters her­aus­hö­ren wür­de!

Wem von an­de­ren Spie­lern wür­den Sie denn ei­nen Bai­risch-Kurs bei Ih­nen da­heim in Ried an­bie­ten?

Ham­merl: Dem Je­ro­me Boateng könn­te man schon mal ba­ju­wa­ri­sie­ren. Ei­ne Wo­che ei­nen In­ten­siv­kurs und der re­det nix an­de­res mehr (lacht)!

„Boateng wür­de ich­ger­ne ba­ju­wa­ri­sie­ren!“FCB-Tra­di­ti­on Ham­merl über die baye­ri­sche

In Ried da­heim, beim FCB zu Haus: Ham­merl mit den Re­por­tern Bon­ke (r.) und Westerschulze

Fo­tos: Sam­pics (3), wit­ters, im­a­go

Ham­merl bei ei­ner sei­ner ers­ten Eu­ro­pa­cup-Aus­wärts­fahr­ten ➊ . Mit Ho­en­eß hat er ein in­ni­ges Ver­hält­nis ➋ , wie auch sein Pla­kat vorm Land­ge­richt ➌ be­weist. Sei­ne Kuh­glo­cke ➍ hat Ham­merl im­mer griff­be­reit

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