Schö­ne Be­sche­rung!

Wo das Geld wohnt…

tz - - MÜNCHEN+REGION - SA­SCHA KAROWSKI, MA­IK HACKEMANN

Kei­ne Fra­ge: Es war ein schwie­ri­ges Jahr für den Ein­zel­han­del. Die Hoff­nun­gen lie­gen nun auf dem Weih­nachts­ge­schäft, sagt Wolf­gang Fi­scher vom Ein­zel­händ­ler­ver­band Ci­typart­ner.

Dass 2016 we­nig er­trag­reich war, hat­te meh­re­re Grün­de. Zum ei­nen das Wet­ter! „Das war ei­ne sehr un­güns­ti­ge Kon­stel­la­ti­on“, sagt Fi­scher. Das ers­te Halb­jahr sei sehr kalt und nass ge­we­sen. Die Aus­la­gen der Ge­schäf­te al­ler­dings auf Som­mer ein­ge­stellt. „Da hät­te man, sa­lopp ge­sagt, Dau­nen- und Re­gen­ja­cken ver­kau­fen kön­nen.“

Da vor al­lem in der In­nen­stadt kaum noch ein Ge­schäft tat­säch­lich über gro­ße La­ger­flä­chen ver­fügt, muss­ten die Sa­chen im Schluss­ver­kauf weg. Al­les muss raus! Doch dann kam der Som­mer, qua­si mit der Um­stel­lung auf die Win­ter­wa­re in den Ge­schäf­ten! „En­de Au­gust hat­ten wir dann Hoch­som­mer – und die Ge­schäf­te sind voll mit Win­ter­wa­re“, sagt Fi­scher.

Und auch der Amok­lauf am OEZ hat frei­lich im Nach­gang zu Ein­nah­me­ein­bu­ßen im Ein­zel­han­del bei­ge­tra­gen: Tou­ris­ten blie­ben weg. „Der Ein­bruch war dra­ma­tisch.“Bei­spiels­wei­se 33 Pro­zent we­ni­ger Be­su­cher aus Italien. „Und das ist un­ser größ­ter eu­ro­päi­scher Qu­ell­markt.“Zu­dem ka­men auch aus dem asia­ti­schen Raum 25 Pro­zent we­ni­ger Gäs­te. „Das zog sich bis in den Sep­tem­ber.“Aber nicht nur Mün­chen hat­te zu kämp­fen. „Es war ins­ge­samt für den Tex­til­han­del ein sehr schwie­ri­ges Jahr mit Um­satz­rück­gän­gen teils im zwei­stel­li­gen Be­reich. So et­was gab es noch nie.“

Die La­ge bes­ser­te sich dann et­was im Ok­to­ber, als dann wirk­lich Herbst wur­de. „Mitt­ler­wei­le spre­chen wir von ei­ner Nor­ma­li­sie­rung. Das­stimmt hoff­nungs­voll für das Weih­nachts­ge­schäft.“Fi­scher ist op­ti­mis­tisch. Denn nicht zu­letzt wür­den die Men­schen nach ei­nem schwie­ri­gen Jahr auch da­zu nei­gen, sich am En­de des Jah­res auch mal wie­der et­was zu gön­nen, et­was Gu­tes zu tun. Au­ßer­dem: Bran­chen wie Uh­ren, Schmuck, Par­füm, ma­chen die Hälf­te ih­res Um­sat­zes im No­vem­ber und im De­zem­ber. „Jetzt kom­men die wich­ti­gen Wo­chen des Jah­res.“

Die tz prä­sen­tiert auf die­sen Sei­ten ex­klu­siv die Kauf­kraf­tKar­te. Die zeigt, wer in wel­chen Vier­teln am meis­ten Net­to üb­rig hat. Nicht wei­ter über­ra­schend: Die reichs­ten Münch­ner woh­nen in der Alt­stadt und der Maxvor­stadt. Aber auch Men­schen aus Al­lach ha­ben am Mo­nats­en­de noch Geld üb­rig – mehr je­den­falls als Be­woh­ner des Ha­sen­bergls oder in Tei­len Berg am Laims. Au­ßer­dem ha­ben wir uns um­ge­hört und prä­sen­tie­ren Ih­nen 25 Ein­kauf­sTipps, ei­nen aus je­dem Stadt-Vier­tel.

Wolf­gang Fi­scher von Ci­typart­ner Die Kar­te der GfK zeigt die Kauf­kraft in den Münch­ner Vier­teln – sie ba­siert auf dem Jah­res-Net­to-Ein­kom­men

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