Ala­ba geht’s nass nei!

Bay­ern-Star ver­klagt Vor­be­sit­zer sei­ner Vil­la

tz - - TÜNCHEN+REGION - ANDRE­AS THIEME

Sein neu­es Zu­hau­se hat­te er sich wohl­über­legt aus­ge­sucht: nah zum Trai­nings­ge­län­de des FC Bay­ern und et­li­che Mit­spie­ler in der Nach­bar­schaft. Da­vid Ala­ba war nicht der ers­te Fuß­ball-Star, den es in den lu­xu­riö­sen Münch­ner Vo­r­ort Grün­wald zog: Für ei­nen Mil­lio­nen­be­trag kauf­te er dort im Jahr 2014 ei­ne schi­cke Vil­la. Hier woll­te er auf Jah­re woh­nen – wäh­rend er mit dem FC Bay­ern Ti­tel holt.

Doch beim Ein­zug im April 2015 trau­te Ala­ba sei­nen Au­gen nicht: Im Kel­ler ent­deck­te er feuch­te Stel­len. Für den Fuß­ball-Star ein gro­ßes Pro­blem: Denn Schim­mel und Pilz­be­fall kann schäd­lich für die Ge­sund­heit wer- den. Das woll­te Ala­ba nicht ak­zep­tie­ren – und be­auf­trag­te des­halb ei­ne Fir­ma: Die Spe­zia­lis­ten leg­ten sei­nen Kel­ler kom­plett tro­cken. Rund 137 000 Eu­ro kos­te­te die Sa­nie­rung. Das Geld will der Bay­ern-Ki­cker jetzt zu­rück­ha­ben – und klagt ge­gen den vor­he­ri­gen Be­sit­zer der Vil­la, der mitt­ler­wei­le in Starn­berg wohnt.

Hat­te er von den Schä­den ge­wusst und sie beim Ver­kauf der Vil­la be­wusst ver­schwie­gen? Das will Ala­ba jetzt von ei­nem Rich­ter klä­ren las­sen, da sich der Vor­be­sit­zer wei­gert, die üp­pi­gen Sa­nie­rungs­kos­ten zu be­zah­len. Am Don­ners­tag kommt es vor dem Land­ge­richt Mün­chen II zum Pro­zess. „Es geht um ei­ne Scha­dens­er­satz­for­de­rung“, be­stä­tigt Spre­che­rin Ul­ri­ke Fürst.

Sol­che Pro­ble­me hat­ten Ala­bas Kol­le­gen bis­her nicht: Auch die Bay­ernS­tars Ar­jen Rob­ben, Dou­glas Cos­ta und Ra­fin­ha le­ben in Grün­wald. Glück­lich und zu­frie­den. Nur Ala­ba geht’s nass nei! In dem Gü­te­ter­min am Land­ge­richt soll der zi­vil­recht­li­che Streit nun end­lich bei­ge­legt wer­den. Der Ha­ken: Ala­ba trägt die Be­weis­last und muss dem Vor­be­sit­zer die Schuld nach­wei­sen.

Kein ein­fa­ches Spiel al­so für den Bay­ern-Ki­cker. Er aber bleibt hart­nä­ckig und hat die Münch­ner Kanz­lei No­err en­ga­giert, de­ren Ju­ris­ten gel­ten als in­ter­na­tio­na­le Wirt­schafts­ex­per­ten. Für ei­ne Stel­lung­nah­me wa­ren die Ver­tre­ter bei­der Sei­ten nicht zu er­rei­chen.

Den Pro­zess könn­ten sie mit ei­nem Ver­gleich be­en­den – dann wür­de Ala­ba durch ei­ne Zah­lung ent­schä­digt wer­den. Schei­tert die Ei­ni­gung, könn­te es zu ei­nem eben­so lang­wie­ri­gen wie teu­ren Pro­zess kom­men, bei dem auch ein Gut­ach­ter ein­ge­schal­tet wird. Er müss­te ein­schät­zen, ob das Haus schon vor dem Ver­kauf ver­schim­melt war. Die Wahr­heit liegt in die­sem Fall nicht auf dem Platz. Son­dern in Da­vid Ala­bas Kel­ler.

F.: API, Your Pho­to To­day

Fröh­lich kennt man Da­vid Ala­ba (24). Wenn es um sei­ne Vil­la geht, ver­steht er aber kei­nen Spaß

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