Mün­chen hilft in At­hen

tz - - MÜNCHEN - J. WEL­TE

„Pack­mos“– un­ter die­sem Mot­to sam­mel­te das Flücht­lings­pro­jekt „Bel­le­vue di Mo­na­co“rund um Klein­kunst­kö­nig Till Hof­mann und den Baye­ri­schen Flücht­lings­rat im ver­gan­ge­nen März Sach­spen­den, um sie in das Flücht­lings­la­ger Ido­me­ni in Grie­chen­land zu brin­gen, wo rund 14 000 Men­schen aus Sy­ri­en, dem Irak oder Af­gha­nis­tan ge­stran­det wa­ren. Die ma­ze­do­ni­sche Re­gie­rung hat­te die Gren­ze zu Grie­chen­land für sie ge­schlos­sen.

Bel­le­vue sam­mel­te 30 000 Eu­ro für Sach­spen­den und fuhr die­se dann mit Lkw nach Ido­me­ni. Am Steu­er ei­nes Last­wa­gens saß auch tzRe­dak­teur Jo­han­nes Wel­te. Bis zum Mai wur­de das La­ger ge­räumt, so­dass in Ido­me­ni nicht mehr ge­hol­fen wer­den konn­te. Bel­le­vue di Mo­na­co lei­te­te die Spen­den um in das Ho­tel Ci­ty Pla­za in At­hen, das leer stand und im April 2016 von Ak­ti­vis­ten be­setzt wur­de. Heu­te woh­nen dort 400 Flücht­lin­ge aus Sy­ri­en, Irak, Pa­kis­tan, Iran und Af­gha­nis­tan, dar­un­ter 160 Kin­der. Die Be­woh­ner or­ga­ni­sie­ren und be­ko­chen sich selbst, hal­ten Un­ter­richt.

„Ein Pro­jekt, das per­fekt zu den Zie­len von Bel­le­vue di Mo­na­co passt – des­halb ha­ben wir uns ent­schlos­sen, die ver­blei­ben­den Spen­den dem Ci­ty Pla­za zu wid­men“, so Bel­le­vu­eOr­ga­ni­sa­tor Mat­thi­as Wein­zierl. Wer aus ers­ter Hand er­fah­ren will, wie es den Men­schen in ih­rem „bes­ten Ho­tel der Welt“, wie sie sa­gen, er­geht: Am Sonn­tag ist ei­ne De­le­ga­ti­on vom Ci­ty Pla­za At­hen im Bel­le­vue di Mo­na­co (Mül­ler­stra­ße 2) um 18 Uhr zu Gast und be­rich­tet über das Pro­jekt.

Fo­to: dpa

Das La­ger in Ido­me­ni wur­de im Mai von den Be­hör­den ge­räumt

Fo­to: re­fu­gees ho­tel

Im Ho­tel Ci­ty Pla­za fan­den 400 Flücht­lin­ge ei­ne neue Blei­be

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