RUEF: Samm­lung Bet­ty Böck

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Zum Ab­schluss des Auk­ti­ons­jah­res 2016 kommt bei RUEF im reich be­stück­ten Ka­ta­log al­ter und mo­der­ner Kunst die im süd­deut­schen Raum weit­läu­fig be­kann­te Samm­lung Bet­ty Böck zum Auf­ruf und bil­det mit 660 der ins­ge­samt rund 1320 Po­si­tio­nen den Schwer­punkt der Weih­nachts­auk­ti­on.

Die Sam­mel­lei­den­schaft Bet­ty Böcks galt vor al­lem den Bild­schnitz­ar­bei­ten so­wie der hoch­wer­tig ge­ar­bei­te­ten bzw. be­mal­ten und in­tar­sier­ten Mö­bel­kunst des Ba­rock und Ro­ko­ko. Der Stand­ort Te­gern­see in Ober­bay- ern war ge­ra­de­zu prä­des­ti­niert, im na­hen Um­feld zu sam­meln, war doch das Kur­fürs­ten­tum Bay­ern im 18. Jahr­hun­dert zwei­fel­los ein Zen­trum für aus­ge­zeich­ne­te Bild­schnitz­ar­bei­ten mit sei­nen über­re­gio­nal nam­haft ge­wor­de­nen Künst­lern wie Ignaz Gün­ther, Egid Qui­rin Asam, Jo­hann Bap­tist St­raub, Jo­hann Bap­tist Mod­ler, Jo­seph Götsch, Chris­ti­an Jor­han, Lo­renz Luidl und der Fa­mi­lie Schwantha­ler so­wie ba­ro­cker Mö­bel­werk­stät­ten, die den Münch­ner Hof be­lie­fert ha­ben. Ar­bei­ten die­ser be- deu­ten­den Werk­stät­ten bil­den den Schwer­punkt der Samm­lung Bet­ty Böck und es sind vor­wie­gend die ge­flü­gel­ten Him­mels­bo­ten, die hier nun in ei­ner un­glaub­li­chen Viel­zahl ver­tre­ten sind.

Be­son­de­rer Ma­gnet wird un­ter den En­geln der­je­ni­ge aus der Werk­statt Ignaz Gün­thers sein (6500 Eu­ro), ge­folgt von ei­nem nicht min­der in­ter­es­san­ten und mit Blü­ten ge­schmück­ten En­gels­pär­chen, das dem Um­kreis Egid Qui­rin Asam zu­ge­ord­net wird (2500 Eu­ro), so­wie dem Ta­ber­na­kelen­gel der Werk­statt Jo­seph Götschs (2500 Eu­ro).

Feins­te Ju­we­len fin­den sich in gro­ßer Fül­le, auch hier bil­det die Samm­lung Bet­ty Böck den Groß­teil der ins­ge­samt über 220 Po­si­tio­nen zäh­len­den, reich­hal­ti­gen Of­fer­te ne­ben wei­te­ren Ein­lie­fe­run­gen aus Pri­vat­be­sitz. Der Zeit­punkt kurz vor Weih­nach­ten ist be­son­ders pas­send, las­sen sich doch vie­le Wün­sche aus dem ex­qui­si­ten An­ge­bot an Gold­schmie­de­ar­bei­ten er­fül­len, die mit hoch­ka­rä­ti­gen Dia­man­ten, Ru­bi­nen, Sa­phi­ren, Sma­rag­den und wei­te­ren Edel­stei­nen be­stückt sind. Die zeit­li­che Span­ne der Ar­bei­ten reicht von der Zeit um 1700 mit ei­ner Bro­sche spa­ni­scher Pro­ve­ni­enz über reiz­vol­le Gold­schmie­de­ar­bei­ten des 19. bis ins 20. Jahr­hun­dert – in die­ser Zeit ist auch der Groß­teil der Stü­cke ent­stan­den, die in den Stil­rich­tun­gen rei­chen vom Art dé­co bis in den Stil der70er-/90er-Jah­re.

Be­son­ders er­wäh­nens­wert ist der gro­ße So­li­tär­an­hän­ger mit ca. 5 ct, ein­ge­fasst mit ei­ner email­lier­ten Dia­man­ten­tou­ra­ge (15 000 Eu­ro), ge­folgt von ei­ner gro­ßen Aus­wahl an So­li­tär- und vis-à-vis-Rin­gen, den da­zu pas­sen­den Bril­lant­arm­bän­dern wie das­je­ni­ge im Art-dé­co-Stil, aus­ge­fasst mit 132 Acht­kant­dia­man­ten und 33 Bril­lan­ten und den ent­spre­chen­den Ohr­ge­hän­gen. Die Auk­ti­on fin­det am

bei RUEF (Ga­bels­ber­ger­str. 28) statt. In­for­ma­tio­nen un­ter:

Tol­le Ob­jek­te bei Nus­ser: Ein Ge­mäl­de von Ot­to Pie­ne (l., oh­ne Ti­tel) und das Pa­s­tell „Fi­re-light“von Heinz Mack.

Kom­mo­de, Mün­chen, Hof­werk­stät­te Ja­kob Gers­tens zu­ge­schrie­ben, 18. Jh.

En­gel-Skulp­tu­ren, aus dem Um­kreis von Egid Qui­rin Asam.

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