Leip­zig noch hung­ri­ger…

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Ralph Ha­sen­hüttls per­sön­li­che Sie­ges­se­rie en­de­te zwar an der Tor­wand des Ak­tu­el­len Sport­stu­di­os, doch der Trai­ner des Bun­des­li­ga-Spit­zen­rei­ters RB Leip­zig konn­te das lo­cker ver­schmer­zen. Schließ­lich hat­ten die Sach­sen am Frei­tag­abend in be­ein­dru­cken­der Wei­se ih­re Ta­bel­len­füh­rung ver­tei­digt, durch das 4:1 (3:1) beim SC Frei­burg thront der Auf­stei­ger min­des­tens ei­ne wei­te­re Wo­che vor al­len an­de­ren Kon­kur­ren­ten.

„Es gibt Schlim­me­res, als Frei­tag­abend zu ge­win­nen und am Wo­che­n­en­de Bun­des­li­ga gu­cken zu müs­sen. Man kann sich zu­rück­leh­nen und schau­en, was die Kon­kur­renz macht“, sag­te der Ös­ter­rei­cher, der sei­nen Auf­tritt im ZDF sicht­lich ge­noss und da­für in den un­ge­wohn­ten An­zug schlüpf­te: „Am Spiel­feld­rand wür­de ich mich da­mit nicht wohl­füh­len.“

Wenn die Ro­ten Bul­len al­ler­dings so fu­ri­os wei­ter­spie­len wie bis­her, muss sich Ha­sen­hüttl viel­leicht in der kom­men­den Sai­son an die Klei­der­ord­nung der Cham­pi­ons Le­ague ge­wöh­nen. Er dürf­te es ver­schmer­zen. Der Er­folg im Breis­gau war be­reits der sieb­te in Se­rie. Re- kord für ei­nen Auf­stei­ger, der 51-jäh­ri­ge Re­kord des FC Bay­ern wur­de aus­ge­löscht. Auch im zwölf­ten Spiel blieb Leip­zig un­ge­schla­gen.

„Durch all die Sie­ge wer­den wir nur noch hung­ri­ger. Seit dem Aus im Po­kal ha­ben wir ei­ne atem­be­rau­ben­de Ent­wick­lung ge­nom­men“, sag­te Ha­sen­hüttl. Al­ler­dings er­gänz­te er: „Wir sind nicht un­schlag­bar.“Wer ge­gen sein Team ge­win­nen wol­le, müs­se al­ler­dings „sehr viel rich­tig ma­chen“.

Je­de Men­ge Spiel­witz, tech­ni­sche Raf­fi­nes­se und da­zu die­se ju­gend­li­che Un­be­küm­mert­heit – was das Team von Ha­sen­hüttl am Frei­tag­abend vor 24 000 Zu­schau­ern nun schon zum wie­der­hol­ten Mal auf den Platz zau­ber­te, war be­ach­tens­wert. Deut­lich mehr To­re als die von Ti­mo Wer­ner (21./35.), Na­by Kei­ta (2.) und Marcel Sa­bit­zer (79.) hät­ten her­aus­sprin­gen kön­nen.

Am 21. De­zem­ber kommt es in Mün­chen zum Show­down. Wer­ner sag­te: „Wenn man als Auf­stei­ger so weit oben steht, kann man mit viel Selbst­ver­trau­en auf­tre­ten. Angst ist dann fehl am Platz, wir spie­len im­mer mit dem nö­ti­gen Mut.“

F.: dpa

Sa­bit­zer er­ziel­te beim 4:1-Sieg der Leip­zi­ger in Frei­burg das vier­te Tor für die Ro­ten Bul­len

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