Ita­li­ens Op­po­si­ti­on will raus aus dem Eu­ro

tz - - POLITIK -

Stürzt Re­gie­rungs­chef Mat­teo Ren­zi über das Re­fe­ren­dum, dann wird das vor al­lem die Op­po­si­ti­ons­be­we­gung Fünf Ster­ne um den Ko­mi­ker Bep­pe Gril­lo und Roms Bür­ger­meis­te­rin Vir­gi­nia Rag­gi freu­en, die dann bei mög­li­chen Neu­wah­len selbst die Macht in Ita­li­en ge­win­nen könn­te. Und dann wird vor al­lem ein The­ma (wie­der) hoch- ko­chen: Ita­li­ens Aus­stieg aus dem Eu­ro. Denn die Pro­test­par­tei will ein Re­fe­ren­dum über die Rück­kehr zur Li­re. Das ist in der ita­lie­ni­schen Ver­fas­sung zwar gar nicht vor­ge­se­hen, aber nach ei­nem Rück­tritt Ren­zis wä­ren plötz­lich vie­le Sze­na­ri­en denk­bar.

Und das glau­ben in­zwi­schen of­fen­sicht­lich auch vie­le Ita­lie­ner. Denn wie die Wirt­schafts­wo­che be­rich­tet, kau­fen der­zeit so vie­le wie nie zu­vor Gold und bun­kern es in der Schweiz. Ro­bert Hart­mann, Chef des Edel­me­tall­händ­lers Pro Au­rum in Lu­ga­no im Schwei­zer Kan­ton Tes­sin, be­rich­tet: „Nor­ma­ler­wei­se ha­ben wir 20 Pro­zent ita­lie­ni­sche Kun­den und 80 Pro­zent Schwei­zer. Jetzt hat sich das Ver­hält­nis um­ge­kehrt.“

Ser­gio Mar­chion­ne, Chef des Au­to­bau­ers Fi­at Chrys­ler Au­to­mo­bi­les, ist ei­ner der we­ni­gen, der ge­las­sen bleibt. Er geht da­von dass sich die Aus­wir­kun­gen des Re­fe­ren­dums auf die Fi­nanz­märk­te in Gren­zen hal­ten wer­den, un­ab­hän­gig da­von, wie es aus­geht. Er selbst be­für­wor­tet das Re­fe­ren­dum – und ist ge­nervt vom Ton der Dis­kus­sio­nen.

Ren­zis Geg­ner (v. li.): Lu­i­gi Di Maio, Bep­pe Gril­lo und Roms Bür­ger­meis­te­rin Vir­gi­nia Rag­gi

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.